Rasmus Vöge
Lieber Kollege Buchholz, nun haben Sie mich schon auf dem Weg zum Pult angesprochen. Natürlich fordert Ihr Redebeitrag noch eine Antwort heraus. Es ist schon erstaunlich, dass jetzt die FDP, dass Sie hier quasi die staatliche Hafenplanungskommission in Kiel fordern, (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Überhaupt nicht!) damit am Ende über die Projekte in Kiel und Lübeck entscheiden wird und man sagt, welche Geschäfte die Häfen machen können. Ich erinnere daran, die Häfen Kiel und Lübeck haben unterschiedliche Eigentümer. Sie sind Wettbewerber im Markt. Sie konkurrieren um die Kunden, und das ist in der Marktwirtschaft auch normal. Das nennt sich Marktwirtschaft. (Vereinzelter Beifall CDU) Deshalb geht es vonseiten des Landes nicht darum, wie Sie das abfällig gesagt haben, ausschließlich Anträge zu prüfen, denn die Hafenbetreiber wissen, in welche Infrastruktur sie investieren wollen. Es soll nicht aus Kiel zentral gesteuert werden, indem zum Beispiel gesagt wird: „Der Papierumschlag bleibt besser in Lübeck“, oder: „Das andere Geschäft wandert von Kiel nach Lübeck“. Das ist nicht Aufgabe des Landes, und diese staatliche Planung wollen wir nicht.
