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Christopher Vogt

FDP 26.02.2026 Sitzungen 20/112

Lehrer unter sich! – Heiterkeit) Als wir die Schulartempfehlung in der alten Form abgeschafft haben, geschah das ja, weil die sich überlebt hatte. Früher war es so: Wir hatten Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Die Kinder bekamen eine Empfehlung, und die Eltern konnten mit ihrem Wunsch gewissermaßen eine Stufe höher springen, als die Empfehlung lautete. Also: Mit Hauptschulempfehlung konnte man auf die Realschule, mit Realschulempfehlung konnte man aufs Gymnasium. In dem Moment, in dem wir nur noch Gemeinschaftsschulen und Gymnasien hatten, war das natürlich obsolet, weil mit einmal überspringen sozusagen alle Möglichkeiten offenstanden. Nun gab es zwei Alternativen: Man belässt es bei dem Elternwahlrecht inklusive Beratung, oder man führt eine verbindliche Empfehlung, wie auch immer gesteuert, in der Grundschule ein, um den Preis, dass man dann – wie es in Bayern der Fall ist – ein hartes Grundschulabitur bekommt, wo Eltern mit Anwälten im Elternabend sitzen und wo massiv Nachhilfe geleistet wird, damit die Kinder es auch ja aufs Gymnasium schaffen. Wir haben uns damals für die erste Variante entschieden, um die Kinder nicht zu sehr unter Druck zu setzen. (Unruhe) – Meine Damen und Herren, Mental Health ist kein Thema, über das Sie sich lustig machen sollten. Wir sollten auf den Druck achten, dem wir unsere Kinder aussetzen. (Beifall SPD, FDP und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich persönlich glaube, dass Gymnasien mehr können, als manche glauben. Dieses Wort von Vergeblichkeitserfahrungen, die Kinder am Gymnasium angeblich machen, ist aus meiner pädagogischen Sicht Quatsch. Die können den Unterricht schon so gestalten, dass alle Kinder da etwas mitnehmen können. Ich glaube, dass wir die Pädagogik der Jugendphase insgesamt neu betrachten sollten. Wenn jetzt die Gymnasien zu G 9 zurückkehren, sollten wir das auch zum Anlass nehmen, die Sekundarstufe I insgesamt neu zu betrachten und uns zu überlegen: Findet da eigentlich noch Unterricht statt, wie er dem Jahr 2026 angemessen ist? – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD)

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