Werner Kalinka
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ihre Aussage, Herr Kollege Hölck, wir würden nicht die Notwendigkeit sehen, beim Wohnungsbau draufzulegen, ist doch schlichtweg falsch. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir haben sehr viel für den Wohnungsbau getan, zum Teil übrigens schon fast in Form von Kreditaufnahmen. Wenn Sie sagen, dass wir da nichts tun würden, so kann man nur noch fragen: Haben Sie es nicht zur Kenntnis genommen, oder wollen Sie es nicht zur Kenntnis nehmen? (Martin Habersaat [SPD]: Oder machen Sie zu wenig!) Die Frage, ob wir alles über den sozialen Wohnungsbau regeln können, ist allerdings auch eine Frage der Finanzen und der Zielgruppen, über die wir hier diskutieren. (Serpil Midyatli [SPD]: Genau!) Ich habe gehört, am Mittwoch hat ein Kollege hier darüber philosophiert, wer hier der Älteste sein soll. (Zuruf: Das ist doch kein Vorwurf!) – Na, dann ist es ja gut. Ich will hier nur auf einen Punkt hinweisen: Früher war es bei vielen Firmen und Arbeitgebern eine Selbstverständlichkeit, sich auch um den Wohnraum der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu kümmern. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SSW) (Werner Kalinka) Ob im ländlichen Raum – oder schauen Sie nur mal: Hier quer gegenüber ist das beste Beispiel. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es 9.000 Werkswohnungen. Ich sage jetzt nicht, in welchen Jahren die verkauft wurden. (Niclas Dürbrook [SPD]: Und ich sage jetzt nicht, welche Koalition immer noch gefordert hat, mehr und mehr davon zu schaffen!) Von daher muss doch der zentrale Punkt sein, wie wir das schaffen können, meinetwegen auch mit einer Mischung mit sozialen Wohnungsbauaspekten. Aber mein zentraler Ansatz wäre, dass wir privates Kapital in diese Diskussion reinbekommen, sei es durch Bürgschaften oder andere Möglichkeiten. Vor allen Dingen aber müssen wir dafür sorgen, dass wir die Wohnraumversorgung, aber auch das Holen von Fachkräften, das Sichern – das geht ja von/bis in der ganzen Angelegenheit – über eine Mischung verschiedener Dinge hinkriegen. Unser Antrag heißt: „Land und Wirtschaft gemeinsam für mehr Wohnraum“. Das ist genau richtig. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir müssen nur schauen, mit welchen Instrumentarien aus einer Mischung wir das am besten hinkriegen. Ein einziges Modell wird dem nach meiner Auffassung nicht gerecht werden. – Ich danke für die Aufmerksamkeit; ich bin noch zwölf Sekunden vor Ende der Zeit. Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
