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Jette Waldinger-Thiering

SSW 28.01.2026 Sitzungen 20/108

Sehr geehrte Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Angebot der Flex-Klassen an Gemeinschaftsschulen ist eine gute Unterstützungsmaßnahme zum Erlangen des Ersten allgemeinen Schulabschlusses, allein schon aus dem Grund, dass die Schülerinnen und Schüler hier in angemessener Klassengröße, mit 15 bis 16 Schülerinnen und Schülern, mit weniger Zeitdruck unterrichtet werden können. Eigentlich würde ich mir das für alle Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein wünschen: mehr Zeit und Raum für Bildung. Um den wachsenden Herausforderungen im Schulalltag gerecht zu werden, brauchen wir mehr von allem: mehr Lehrkräfte und auch mehr Stunden. Aber stattdessen kann man dem aktuellen Bericht zur Unterrichtssituation entnehmen, dass aufgrund gestiegener Klassenfrequenzen weniger Klassen gebildet wurden, um somit die Stellenversorgung zu verbessern. Weniger Klassen bilden und die Klassenfrequenz erhöhen sind Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen. Denn besonders Maßnahmen, um der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, greifen doch in kleineren Gruppen am besten: Ob DaZ-Förderung oder bedarfsgerechte individuelle Förderung, um Misserfolgen und Schulabbrüchen entgegenzuwirken, brauchen wir Zeit, Raum und Menschen. Aber zurück zum Antrag: Natürlich ist es ärgerlich, dass die Beschlüsse des Landtags zur Evaluierung und zum Ausbau des Flex-Konzeptes nicht umgesetzt wurden. (Beifall SSW, vereinzelt SPD und FDP -

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