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Christopher Vogt

FDP 28.01.2026 Sitzungen 20/108

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin ja nur ein kleiner Wirtschaftsingenieur, deswegen würde ich mir ja nicht ansatzweise anmaßen, ähnliche technische Erläuterungen vorzustellen, wie der Kollege Dr. Dolgner sie vortragen kann. Aber ich finde, der entscheidende Punkt bei dieser Debatte ist: Die Grünen haben ja einmal erklärt, wer das so ein bisschen als Ausrede nimmt und so weiter. Ich glaube, wir müssen bei dieser Debatte, bei der Debatte, die wir vorher geführt haben, und bei der, die wir noch zu Mercosur führen werden, berücksichtigen, was in der Welt los ist. Wir sehen, dass in den USA sehr viel Bewegung ist; wir sehen, dass in China unheimlich viel Bewegung ist. Meine Sorge ist, dass wir in Europa bei der Forschung ein bisschen was machen, etwas mehr als alibimäßig, auch ein bisschen mehr Geld reingeben, aber dass wir am Ende keine Lösung haben. Bei der Forschungspolitik und bei solchen Zukunftsthemen ist ja immer das Problem: Man kann sich mal drüber lustig machen, es ist aber trotzdem wichtig. Wir sehen ja, was in China da für Geld reingesteckt wird. (Beifall FDP) Das machen die ja nicht, weil sie das Geld nicht an anderer Stelle brauchen könnten, sondern weil sie die Hoffnung auf die Fortschritte haben, die der Kollege beschrieben hat, dass sie bald nicht nur klimaneutrale Energie, sondern grundlastfähige, quasi endlose Energie haben. Was bedeutet das? – Stellen Sie sich das einmal vor, wie der Kollege Dolgner es angedeutet hat, dass Mitte der 40er-Jahre, 2050 vielleicht, die Chinesen das haben und wir nicht. Was würde das in der Welt verschieben? Deswegen ärgere ich mich so darüber, Herr Minister – jetzt sind Sie ja da –, dass Sie von teurer Science Fiction reden, dass Sie den Standort sowieso ablehnen, dass Sie Angst haben, dass das die Erneuerbaren beschädigen könnte. Den Bundeskanzler – der Vorsitzende Ihres geschätzten Koalitionspartners – habe ich vorhin schon zitiert, der jetzt sogar so weit geht zu sagen, Windenergie sei eine Brückentechnologie, die wir (Christopher Vogt) zehn, 20, vielleicht 30 Jahre brauchten, aber dann komme das Kernfusionskraftwerk. Ich glaube, Deutschland tut zu wenig. Ich finde es gut, dass die Landesregierung, zumindest der schwarze Teil der Landesregierung, das unterstützt. Ich finde gut, dass Schwarz-Rot im Bund das unterstützt. Es muss aber mehr getan werden. Das Horrorszenario ist: Die Chinesen haben die Technologie in ein paar Jahrzehnten, wir haben sie nicht, wir haben viel, viel teurere Energie, noch teurer als jetzt im Vergleich. Das ist doch heute schon unser großer Nachteil. Wenn es sich sozusagen noch weiter verschiebt, dann wird mir angst und bange, was in 20, 30 Jahren ist. Deswegen würde ich doch raten, sich mit dem Thema tatsächlich zu beschäftigen, sich ernsthaft damit zu beschäftigen und zu sehen: Es ist ein Zukunftsthema, das noch nicht marktreif ist, aber das in 20, 30 Jahren vielleicht so weit sein könnte, wenn man die Forschung deutlich intensiviert. Wir sollten dabei vorne sein, nicht die anderen. (Beifall FDP)

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