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Serpil Midyatli

SPD 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Verehrter Kollege, auch wenn es bei uns beiden – bei mir noch viel länger – zurückliegt, aber teilen Sie mit mir die Auffassung, dass ein Jahr im Leben eines Vierjährigen eine verdammt lange Zeit ist? Uns geht es hier tatsächlich darum, den Kindern rechtzeitig eine Chance zu geben und nicht zu sagen, wir machen das aber erst 2028, 2029 oder 2030, und wir wissen, ehrlich gesagt, auch noch gar nicht, ob wir es für das ganze Land flächendeckend ausrollen können. (Ministerin Dr. Dorit Stenke: Das stimmt nicht!) Das ist unser Punkt: Chancen, für alle Kinder in diesem Land, rechtzeitig. (Beifall SPD) – Wir sind uns auf der einen Seite einig darin, dass ein Jahr im Leben eines Vierjährigen sehr viel ist – geradezu ein Viertel. (Heiterkeit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir sind uns auf der anderen Seite auch einig, dass wir so schnell wie möglich vorankommen müssen. Die Bildungsministerin wird ja gleich darauf eingehen. Ich weiß, jetzt geht die nächste Unruhe los: Warum redet denn die Bildungsministerin? – Wir kennen auch andere Bildungspolitiker, die in der Debatte geredet haben. Das finde ich ganz wichtig. Sie wird noch länger darauf eingehen können, dass wir natürlich schneller sein müssen, auch als Sie das jetzt gerade beschrieben haben, wie wir das machen. Aber das stört mich an der Debatte an der zweiten Stelle. Denn die Kritik ist auf der einen Seite, wir sind zu langsam – das kann ich nachvollziehen –, und auf auf der anderen Seite, wir sind zu schnell. Warum stehen die Dinge in der Presse? Warum reden Sie auf Parteitagen darüber? (Widerspruch und Zurufe SPD und FDP) Diese Idee, dass die Dinge zu schnell und zu langsam gleichzeitig sind, zeigt die Rhetorik und nicht die Realität. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Das ist nicht mal mehr Rhetorik, Herr Kollege!)

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