Dr. Heiner Garg
Vielen Dank, Herr Kollege. – Wie Sie wissen, bin ich in der Sache fast immer bei Ihnen – auch dieses Mal. Deswegen haben Sie natürlich eine Antwort auf Ihre Frage „Welchen zusätzlichen Nutzen könnte das haben?“ provoziert. Erstens, finde ich, sollten wir Abstand von der Formulierung „im ganzen Land“ nehmen. Weder Birte Pauls noch Heiner Garg möchten die Dinger im ganzen Land, sondern punktuell und spezifisch, um Versorgungslücken abzudecken. Zweitens. Der zusätzliche Nutzen könnte genau der sein, den es im Büsum einmal gegeben hat. Sie wissen: Büsum ist genau so entstanden, und da fanden sich die Professionen auf einmal. Warum? – Weil der gesamte Overhead extern getragen wurde, unter anderem unterstützt durch die Ärztegenossenschaft und mitfinanziert durch die Robert- (Vizepräsidentin Annabell Krämer) Bosch-Stiftung. Das heißt, Ärztinnen und Ärzte hatten einen unmittelbaren Mehrwert daraus, dass sie das tun konnten, wozu sie ihren Beruf ergriffen haben, nämlich Patientinnen und Patienten versorgen. Um alles andere – das, was wir heute Bürokratie nennen –, haben sich andere professionell gekümmert. Das war der originäre Mehrwert. Was aus diesem MVZ heute entstanden ist – ich habe es vor wenigen Wochen gerade besucht –, ist für mich wirklich ein Vorbild, wie es laufen könnte.
