Birte Pauls
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte gern noch einmal auf die Rede vom Kollegen Hansen eingehen. Ich habe mit keinem Wort gesagt – das finden Sie auch nicht in dem Antrag –, dass wir jetzt ausschließlich kommunale medizinische Versorgungszentren wollen. Das habe ich ganz und gar nicht gesagt. Ich schätze die breite Versorgungslandschaft, so wie wir sie jetzt haben. Ich mache noch einmal darauf aufmerksam: Das ist gut so. Um zum Kollegen Jasper Balke zu kommen: Ja, im Augenblick stehen wir noch gut da. Gerade gab es noch einmal eine Umfrage. Im Augenblick stehen wir im Vergleich der Flächenländer noch gut da, aber die Rentenwelle kommt erst noch. Ich empfehle wirklich allen, sich den Versorgungsatlas anzuschauen: Jeder dritte Hausarzt in Schleswig-Holstein ist über 60 Jahre alt. Wollen wir denn abwarten, bis das hier zusammenbricht? Wir müssen noch rechtzeitig agieren. Wir müssen Vorsorge betreiben. (Beifall SPD, FDP und SSW – Zuruf SPD: Genau!) Ich will es noch einmal sagen: Wir brauchen diese kommunalen medizinischen Versorgungszentren (Birte Pauls) sehr wahrscheinlich nicht flächendeckend. Aber dort, wo es aus eigener Kraft der KVSH und der Ärzteschaft nicht gelingt, die Versorgung sicherzustellen, muss der Staat im Rahmen der Daseinsfürsorge und gleichwertiger Lebensverhältnisse tätig werden. Anders kann es doch gar nicht gehen. (Beifall SPD)
