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Dr. Heiner Garg

FDP 25.09.2025 Sitzungen 20/97

Ich finde, eine reicht erst mal! – Weiterer Zuruf: Gibt es da Erfahrungswerte?) Man sieht diese Strategie auch in den Punkten, die Herr Krüger gerade aufgezählt hat. Herr Krüger, wir finden EVi im Prinzip gut, aber EVi kommt momentan nur einem Bruchteil der Kinder, die es bräuchten, zugute. Ich habe immer noch nicht verstanden: Andere Bundesländer, die sagen, wir haben nicht so viel Geld, wir finden die Viereinhalbjährigen-Screenings wichtig, aber wir können es uns nicht leisten, das flächendeckend auszurollen, sagen, wir fangen mit den Kindern an, die keine Kita besuchen, weil das die Kinder sind, die nicht gesehen werden. Rheinland-Pfalz macht das zum Beispiel. Schleswig-Holstein fängt ausdrücklich ausschließlich mit Kindern an, die eine Kita besuchen. Ich habe bis heute nicht gehört: Wann wird das erste Kind mal bei EVi vorstellig werden, das keine Kita besucht? Das sind die Kinder, die wir mit unserem Netz nicht auffangen und die uns durch die Lappen gehen, meine Damen und Herren. Das sind die Kinder, bei denen wir hingucken müssen. (Beifall SPD, vereinzelt SSW und Beifall Dr. Heiner Garg [FDP]) Ich freue mich, Herr Krüger, wenn Sie sagen, Sie wollen jetzt auch mal nach Hamburg gucken und Dinge umsetzen, die da funktionieren. Ich würde mich noch mehr freuen, wenn wir das flächendeckend und schnell tun würden. In Hamburg funktioniert KERMIT seit 2012 an Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien mit Blick auf die Lernentwicklung und mit vor allem Rückmeldungen, das haben Sie gesagt, an die Schulen und die Lehrkräfte. Da geht es nicht darum, die Schülerinnen und Schüler zu bewerten. Es ist keine zusätzliche Klassenarbeit, sondern es dient der Schulentwicklung. Es dient der Frage: Was können wir eigentlich in unserem Unterricht und an unserer Schule tun, um die Lernentwicklung zu fördern? Die Ministerin kann vielleicht gleich erläutern: Wie kann das, was wir in Schleswig-Holstein einführen, auch der Schulentwicklung dienlich gemacht werden? Beispiel: Lehrer an einer beliebigen Gemeinschaftsschule stellt fest, die Hälfte unserer Schülerinnen und Schüler ist auf dem Stand, auf dem sie sein sollen, und die andere Hälfte nicht. Erfahren das die Grundschulen jemals, von denen diese Schülerinnen und Schüler kamen, damit die ihre Arbeit entsprechend anpassen können? Und: Wird LeA 5 eigentlich mit LeA 1 verknüpft? Bisher habe ich von solchen Verknüpfungen jedenfalls noch nirgends etwas lesen können. Ein weiterer Punkt, der in Hamburg funktioniert, in Schleswig-Holstein aber noch nicht so angedacht ist: Da haben wir das Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung, und das ist in Hamburg dafür zuständig, diese Tests durchzuführen, auszuwerten und den Schulen die Rückmeldungen entsprechend aufzubereiten. In Schleswig-Holstein scheint es eher so angedacht zu sein, dass da eine neue Aufgabe auf die Lehrkräfte zukommt. Die Lehrkräfte führen durch, die Lehrkräfte werten aus, und die Lehrkräfte gehen damit um. Das ist nicht ganz weit weg von Herrn Schrödter und dem Umgang mit den Landesbeamten, auch wenn ich, Frau Stenke, sage, Sie formulieren das wesentlich netter als Ihr Kollege in der Staatskanzlei. (Martin Habersaat) Aber es sagt ja eigentlich: Wisst ihr, liebe Lehrkräfte, ihr habt das bisher nicht richtig gemacht, und wir geben euch jetzt ein Instrument, damit ihr es doch richtig machen könnt. Aber wir geben euch nicht zusätzliche Ressourcen, damit ihr eure Arbeit besser machen könnt. – Ich gestehe ein, dass Sie ein bisschen auf der richtigen Spur sind. Ich habe den Eindruck, das könnte man noch ein bisschen mehr in die richtige Richtung gestalten. Herr Kollege Balasus, gestatten Sie mir zwei Anmerkungen. Erstens, ELMO ist rot. (Vereinzelter Beifall SPD) Und zweitens, wenn man ELMO rot interpretieren würde, dann hieße das: Ende des Lehrkräftemangels, mehr Ohren für Bildung. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD)

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