Christopher Vogt
Ich finde das schon interessant, wo Sie hier die Hierarchielinien sehen. Aber ich finde gut, dass einmal ein Vertreter der Koalition nachvollziehen kann, dass das Parlament der Regierung die Aufträge erteilt, nicht andersrum. (Beifall FDP) Das ist ja grundsätzlich richtig. Trotzdem würde ich Herrn Schrödter nie als meinen Mitarbeiter bezeichnen wollen. Das wollen wir beide nicht. Insofern hinkt Ihr Vergleich, wie er mit seinen Beschäftigten umgeht und wie ich mit dem Minister umgehe, ein bisschen, finde ich, Herr Kollege Koch. Es ist ja für uns alle schon die sechste Stunde. Ich will noch einmal sagen, Herr Kollege Koch: Es ist ja jetzt nicht so, dass das Thema abgeschlossen wäre, sondern der Prozess läuft noch. In unserem Antrag – ich weiß nicht, ob Sie ihn vor Augen haben – haben wir darauf hingewiesen, dass man aus den (Tobias Koch) Fehlern, aus den Problemen der vergangenen Wochen lernt und entsprechend darauf reagiert und sie nicht kleinredet, verniedlicht, dementiert, obwohl sie stattfinden, sondern indem man sagt: Mensch, da ist wirklich viel schiefgelaufen. Das ist auch gar nicht unser Kern. Die spannende Frage ist: Wie geht man damit um? Stellt man im laufenden Prozess Fehler ab? Stoppt man vielleicht Sachen, arbeitet sie vernünftig auf und macht dann weiter? Das ist doch unser Anliegen. Dass das hier vom Minister nicht zugesagt wurde, sondern so kleingeredet und verneint wurde, finde ich problematisch. – Aber da haben Sie eine vollkommen falsche Wahrnehmung, Herr Kollege Vogt. Der Prozess läuft doch. All das, was Sie angesprochen haben, passiert doch. Es wird jedem Fehler nachgegangen, alles wird abgestellt. (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Es wird auch gesagt: Sonntag hat es kein Ticket gegeben, also spinnen wieder die Mitarbeiter! – Weiterer Zuruf Dr. Bernd Buchholz [FDP]) – Herr Kollege, Sie sind jetzt gar nicht – – Also, jeder Fehler wird aufgenommen, jeder Fehler wird bearbeitet. Wenn das jetzt am Mittwoch noch nicht der Fall ist, dann wird das am Donnerstag oder Freitag bearbeitet. Dieser Prozess läuft noch. Wenn er abgeschlossen ist, und wenn wir in einem oder zwei Jahren auf diese Zeit von heute zurückschauen, dann werden wir alle mit Stolz darauf zurückschauen, was wir hier in Schleswig-Holstein geschafft haben, dass wir unabhängig sind, dass wir souverän sind, dass wir nicht mehr abhängig sind, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Programme jetzt alle anwenden und beherrschen. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Darauf können wir in zwei Jahren stolz sein. Wir sollten nicht immer nur über die negativen Seiten sprechen, sondern auch über die Vorteile, die wir uns jetzt mit allen Komplikationen erarbeiten werden. Aber es wird sich für unser Land auszahlen. Wir werden davon in wenigen Jahren profitieren, und das ist dann auch Herrn Schrödters Verdienst. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Herausgegeben von der Präsidentin des
