Dr. Bernd Buchholz
Das ist leider falsch, Herr Kollege Dolgner. Wir erleben, dass auf Strecken wie Berlin und München die durchschnittliche Reisezeit in den letzten Jahren bei der DB AG deutlich verkürzt wurde, nämlich um zwei Stunden. Das gilt übrigens auch für den Korridor Hamburg–Frankfurt sowie für alle großen Hochleistungskorridore bei der DB AG. Der Wunsch, schnell zu sein, ist das Thema. Lassen Sie mich den Gedanken deshalb weiterführen. Es muss doch darum gehen, Kollegin Waldeck, auch mit dem individuellen Verkehrsmittel (Beifall Dr. Heiner Garg [FDP]) so schnell wie möglich von A nach B zu kommen, aber das möglichst emissionsfrei. Das wäre es doch. (Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dr. Kai Dolgner [SPD]) Sie haben gerade gesagt, Sie seien für emissionsfreie Lufttaxis. Wollen Sie dafür auch ein Tempolimit? Wohl kaum. Das will doch heißen, dass wir für das Auto, für den Pkw eine Emissionsfreiheit brauchen. Dann sind wir da. (Zuruf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Warum soll ich also jemanden, der heute mit einem Zwölfzylinder auf der Autobahn 120 km/h fährt und dabei 15 Liter Diesel hinten rausjagt, schlechter behandeln als jemanden, der mit einem Tesla und regenerativem Strom 180 km/h auf der Autobahn fährt und dabei kein Gramm CO ausstößt? 2 (Eka von Kalben [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Der wird doch nicht schlechter behandelt! Die haben doch beide ein Tempolimit!) – Genau. Warum muss der Tesla-Fahrer dann aber darunter leiden, indem er langsamer ankommt? (Zurufe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Das zeigt Ihr Verständnis dafür. (Unruhe) Frau von Kalben, hören Sie doch einmal zu!
