Werner Kalinka
Frau Kollegin, meinen Sie, dass Sie die Entwicklung der Kinder von der Verantwortung der Eltern abtrennen können? – Nein, das habe ich gar nicht gesagt. Das habe ich überhaupt nicht gesagt. Aber wir können tatsächlich über die Institutionen am besten die Kinder erreichen, weil sie dann ja in Krippe, in Kita, in Schule, im Sportverein, bei der Jugendhilfe sind. Dort sind die Kinder, und dort können wir sie gezielt fördern. Dafür können wir die Gesetze machen und beispielsweise Fördermittel einsetzen. Das ist der Ansatz, weil wir dort in der Fläche, egal ob Stadt oder Land, wirklich die Kinder erreichen können. Dann wären wir einen Riesenschritt weiter, weil es elternunabhängig wäre, weil es herkunftsunabhängig wäre, weil es so viele Kinder erreichen würde. Das wäre sozusagen mein Beitrag, damit wir im Bereich Kindergrundsicherung mal ein bisschen weiter vorankommen. Ich habe die Diskussion auf Bundesebene, auch mit Ihren Unionskolleginnen und ‑kollegen geführt. Wir kommen wirklich an diesen Punkt: Zuerst die Eltern oder zuerst die Kinder? – Das ist der Punkt. Da kommen wir nicht weiter. Ich muss dazu sagen: Es gab auch einmal eine Ministerin von unserer Seite, die ihre Schwierigkeiten damit hatte.
