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Christopher Vogt

FDP 22.05.2025 Sitzungen 20/88

Lieber Herr Kollege, wir haben das auch deshalb noch einmal eingebracht, weil das ein Baustein sein kann in einer Strategie zur verbesserten Lehrkräftegewinnung, die ein bisschen breiter sein muss. Ihre frühere Bildungsministerin, Frau Prien, hat in der Debatte immer nur gesagt, das kann nicht das Allheilmittel sein. Das sagt auch niemand. Es ist ein Projekt oder ein Baustein, den viele Bundesländer derzeit verfolgen, zum Beispiel Länder wie BadenWürttemberg, Bayern, wie andere Bundesländer, Hessen. Also, es sind viele Bundesländer, die diesen Weg gehen, gerade im Bereich der Informatik, weil sie einfach sehen, es braucht sozusagen eine andere Klientel, die man anspricht, andere Möglichkeiten. Deswegen ist das, glaube ich, aus meiner Sicht – – (Ausfall Mikrofonanlage) – Ich glaube, Sie haben gesagt oder wollten sagen, dass es ein guter Vorschlag ist. Ich weiß, dass andere Bundesländer diesen Weg gehen oder diesen Weg prüfen. (Zuruf Annabell Krämer [FDP]) – Bitte? (Zuruf Annabell Krämer [FDP]) – Ich kann antworten, ja. Also, andere Bundesländer gehen diesen Weg oder prüfen den Vorschlag. Nichtsdestotrotz würde sich – das ist eine ganz einfache Geschichte – die Studienzeit verlängern, und damit ist das momentan nicht dienlich. Das ist natürlich so. Du bist dann länger dabei oder kannst natürlich nicht so tief in die Materie eindringen, wenn du nur drei Tage in der Schule bist und zwei Tage eben nicht. Ist doch eine ganz einfache Sache. Die Qualifizierung in den Studieninhalten ist bei fünf Tagen die Woche Universität natürlich deutlich größer, als wenn man sofort in die Praxis eintaucht. (Beifall Peer Knöfler [CDU]) Aber unser Weg ist der Mittelweg, indem wir beides miteinander verzahnen, nämlich Studium und Vorbereitungsdienst. Das ist der Weg. So. Ich konstatiere, in den letzten elf Monaten hat sich die Faktenlage zum dualen Studium in dieser Situation nicht sonderlich verändert. Deshalb plädieren wir auch heute nicht für ein duales Studium. Nun liegt uns noch ein SPD-Antrag zu dem Konzept Abordnung Plus vor. Mit diesem will das Ministerium Nachwuchskräfte aus Regionen mit Lehrkräfteüberversorgung, zum Beispiel Kiel und Flensburg, für drei Jahre in Bedarfsregionen abgeben, um dort Personallücken, die sich aufgetan haben, temporär zu schließen. Es kann ja nicht jeder hier in Kiel oder Flensburg bleiben. Ich sage einmal, auch Pinneberg oder Dithmarschen brauchen dringend pädagogischen Nachwuchs. Und es ist sehr schön da, besonders in Pinneberg. Kollege Habersaat nennt Abordnung Plus in seinem Antrag eine interessante Idee, fordert aber eine bessere Umsetzung dieser. Natürlich ist die Idee gut, schließlich wirkt sie der ungleichen Verteilung, die de facto vorherrscht, entgegen, behält den ländlichen Raum und besonders die Mangelregionen im Auge. Und ja, die Idee ist noch frisch, ging gerade erst zum Halbjahr los, und in der jetzigen Form ist sie noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Deswegen haben wir Ihnen einen Antrag vorgelegt, in dem wir diesen zentralen Aspekt, mehr Flexibilität bei der Wahl der Schule, berücksichtigen, und das Ganze möglichst zum Schuljahrsbeginn oder zum Einstellungsbeginn 1. August, also direkt nach den Sommerferien.

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