Jette Waldinger-Thiering
Sehr geehrter Herr Landtagspräsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich musste doch noch einmal nach vorn kommen, denn, Frau Ministerin, wir beide haben unterschiedliche Professionen. (Beifall SSW und FDP) Ich glaube, ich als Lehrkraft kann sehr wohl sagen, wie cool es gewesen wäre, wenn ich einen festen Arbeitsplatz an meiner Schule gehabt und dann gewusst hätte: Ich arbeite bis um drei, vielleicht drei Tage in der Woche; die anderen Tage habe ich nur so lange in der Schule zu verbleiben, wie meine Unterrichtszeit tatsächlich ist, weil ich dann nach Hause gehe und sowohl Elterngespräche wie Vorbereitungen habe. All diese Dinge habe ich erledigt, damit ich abends und nachmittags für meine Kinder und meinen Mann da sein kann. (Beifall SSW und FDP) Junge Menschen wollen planen. Mit so einem Arbeitszeitmodell könnte man sein Leben mit der Familie tatsächlich planen – wenn man so etwas gewollt hätte. Ich habe jetzt verstanden: Sie wollen die Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte in dieser Legislaturperiode nicht mehr angehen. (Dr. Heiner Garg [FDP]: Ja: sie!) CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben einen Antrag gestellt, den ich am Anfang gar nicht so schlecht finde. Aber ich habe damit leider ein Problem, wenn die Ministerin sagt, sie möchte das Thema in dieser Legislaturperiode nicht anfassen, Sie aber sagen: Wir möchten bitte, dass die Landesregierung das Thema mit anderen Ländern erörtert. – Da frage ich mich: Macht sie das denn, oder müssen wir wieder warten, bis dieser Bericht fertig ist? – Fragezeichen über Fragezeichen. (Beifall SSW und FDP – Unruhe SPD – Cornelia Schmachtenberg [CDU]: Das hat die Ministerin doch gesagt!)
