Marc Timmer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Unternehmen, um das es im Antrag geht, hat seinen Sitz in Hamburg und ein Testfeld im nordfriesischen Klixbüll. Es beschäftigt sich mit Höhenwindenergie; wir haben es gehört. (Marc Timmer) Ein Kite fliegt in Kreisen am Himmel bis zu einer Höhe von 750 Metern, produziert Strom über ein sich auf- und abwickelndes Seil, das am Boden mit einem Generator verbunden ist. Der Vorteil ist: 90 Prozent Materialeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Windanlagen, etwa dreimal mehr Stromernte durch die höhere Lage mit beständigen Winden. Die Branche spricht von Grundlastfähigkeit. Die Stundenzahl haben wir gerade gehört. Die höhere Lage des Kites stellt gleichzeitig die wesentliche Herausforderung dar, um die es im Antrag geht, erstens die Verlängerung der Flugbeschränkung am Teststandort in Klixbüll. Diese ist Ende Oktober 2024 ausgelaufen. Ein neuer Antrag ist gestellt. Entscheidend ist die Zustimmung des Luftfahrtbundesamtes. Eine Verlängerung bis Jahresende steht in Aussicht. Wünschenswert ist natürlich eine längerfristige Flugbeschränkung. Der Standort hat sich bewährt. Er sollte weiterhin genutzt werden dürfen, auch um weitere Tests durchzuführen. Es sind Auswirkungen insbesondere auf vorbeiziehende Vögel zu untersuchen. Zweitens benötigt der Energiedrache für die dauerhafte Nutzung eine dauerhafte Betriebsgenehmigung. Dies ist grundsätzlicher Art und bedarf der Zusammenarbeit der Luftverkehrsbehörde Schleswig-Holsteins sowie der entsprechenden Bundesbehörde. Hier geht es um die Frage der Kennzeichnungspflichten von Kite und Seil zum Generator am Boden und um die Frage, wie schnell der Kite eingezogen werden muss, falls sich beispielsweise ein Hubschrauber nähert. § 20 Luftverkehrsordnung, der unter anderem das Steigenlassen von Drachen über 100 Meter regelt, passt nicht für den dauerhaften Betrieb. An einem entsprechenden Konzept wird derzeit gearbeitet. Abschließend noch eine Information: Ein wichtiger Meilenstein für das noch junge Unternehmen war die Aufnahme ins EEG. Das ist vor Kurzem passiert. Sie werden förderrechtlich wie Kleinwindanlagen behandelt. Hierfür haben maßgeblich sozialdemokratische Abgeordnete des Deutschen Bundestages gesorgt, namentlich Bengt Bergt und Dr. Nina Scheer. – Danke an Euch auch aus diesem Landtag heraus! In diesem Sinne unterstützen wir den vorliegenden Antrag. Lassen wir den Drachen fliegen! – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, vereinzelt CDU und SSW) WP) – 84. Sitzung (neu) – Mittwoch, 26. März 2025
