Dr. Bernd Buchholz
Die einen sagen so, die anderen so!) Bei dieser Exkursion wurde der Kollege Buchholz unwissentlich zum Schwarzfahrer, weil er statt des SH-Netztickets, das er eigentlich hätte auswählen müssen, das Schleswig-Holstein-Ticket ausgewählt hatte. Dieser Umstand fiel erst bei der zweiten Busverbindung überhaupt irgendjemandem auf. Obwohl wir in diesem Bus die geballte verkehrspolitische Kompetenz dieses Hauses und der NAH.SH sitzen hatten, haben wir ungefähr 20 Minuten ge-WP) – 84. Sitzung (neu) – Mittwoch, 26. März 2025 braucht, den Unterschied zwischen beiden Tickets herauszuarbeiten. (Heiterkeit – Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Hört, hört! – Lasse Petersdotter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Über wen sagt das mehr aus?) Es stellte sich nachher heraus, dass bei dem einen Ticket die Busse drin sind, bei dem anderen Ticket aber eben nicht. Deswegen wurde der Kollege Buchholz zum Schwarzfahrer. Genau diese Realität im Tarifdschungel wollen wir doch bitte im Jahr 2025 nicht mehr haben. Deswegen muss so ein Tarifsystem einfach sein. Wenn der Kollege Kilian das nicht schon getan hätte, hätte ich an der Stelle die Überweisung an den Ausschuss beantragt, weil sich auch für mich eine ganze Menge Fragen stellen. Ich habe jetzt schon gehört, wie viele Nutzer das Nachbarticket hat, aber mich würde auch interessieren, welche Potenziale es für weitere Strecken gibt. Über die anstehenden Veränderungen auf der Padborg-Verbindung haben wir schon gesprochen. Was bedeutet das gegebenenfalls für das Nachbarticket? Ist es vielleicht sogar möglich, weitere grenznahe Verbindungen in das Deutschlandticket reinzuholen? Da gibt es durchaus noch einige Orte, bei denen man darüber diskutieren könnte, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn die am Ende im Deutschlandticket landen würden. Das wäre aus meiner Sicht eine optimale Lösung. Der SSW hat einen weiteren sehr relevanten Punkt angesprochen: Was bedeutet das eigentlich alles in gerade einmal vier Jahren, wenn wir die Grenzlandverbindung zwischen Ostholstein und Lolland haben? Wir müssen uns tatsächlich dringend Gedanken darüber machen, wie der ÖPNV an der Stelle organisiert wird. Für uns kann ich sagen, dass wir herzlich gern mehr grenzüberschreitenden ÖPNV wollen, aber bitte einfach, unkompliziert und praxisnah. Ich freue mich, wenn wir diesem Ziel im Ausschuss gemeinsam ein Stückchen näherkommen. – Herzlichen Dank. (Beifall SPD und SSW)
