Lukas Kilian
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Als ich den Antrag gesehen habe, dachte ich, das ist ein charmantes Thema. Wir wollen den ÖPNV natürlich verbessern, und das am liebsten grenzübergreifend. Dann muss man sich natürlich anschauen, wie so ein ÖPNV funktioniert. Wenn wir uns einmal überlegen und uns kurz zurückbesinnen, wie schwierig es in Deutschland war, innerhalb eines Staates das Deutschlandticket einzuführen, wie kompliziert – – (Zuruf Kianusch Stender [SPD]) – Wie bitte? Wenn man dazwischenruft, muss man das in einer Lautstärke tun, dass das auch ältere Redner hier vorne verstehen können. Ansonsten wirkt es zaghaft. (Zuruf) Als das Deutschlandticket eingeführt werden sollte, war es extrem schwierig, Verkehrsverbünde zu bündeln. Jetzt gibt es eine Diskussion, eine Überlegung, den grenzüberschreitenden Verkehr zu vereinfachen. Wir hatten das in den letzten Jahren schon in Bezug auf einzelne Busverbindungen. Grundsätzlich kann ich verstehen, dass man, wenn man in einer Grenzregion lebt und arbeitet, einfacher grenzüberschreitend pendeln will. Allerdings muss ich feststellen, dass es ja ein Angebot gibt, das sogenannte Nachbarticket. Das muss ich Ihnen sagen, Frau Kollegin. (Sybilla Nitsch [SSW]: Nach Tønder! Nur nach Tønder! Woanders nicht!) – Ich kann Ihnen erklären, warum es das gibt: Das Nachbarticket gilt im Nahverkehr. Wir haben einen Unterschied zwischen öffentlichem Personennahverkehr und Fernverkehrsverbindungen. Fernverkehrsverbindungen, auch wenn sie im Zweifel nur kurze Strecken überwinden, sind im Nahverkehr nicht abbildbar. Deswegen gibt es mit dem Nachbarticket eine Möglichkeit, die Region dort zu verbinden. Ich habe eben gerade noch mal nachgefragt, es wird 770-mal im Jahr verkauft. Es hat offensichtlich nicht den gewaltigsten Umfang im Landestableau einzelner Tickets.
