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Anne Riecke

FDP 26.03.2025 Sitzungen 20/84

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Alle wissen wir, der Ausbau erneuerbarer Energien ist entscheidend für unsere Energiezukunft. Gerade Schleswig-Holstein als Wind- und manchmal auch Sonnenland muss hier sicherlich seinen Beitrag leisten. Doch das muss mit Vernunft und mit Augenmaß passieren. Genau da hat der Antrag der Koalition, finden wir, deutliche Schwächen, denn er macht keinen klaren Unterschied zwischen Freiflächen-Photovoltaik und Agri-Photovoltaik. (Beifall FDP) Das ist für uns ein entscheidender Fehler. Für uns Freie Demokraten steht fest: Agri-PV hat ein enormes Potenzial. Hier wird die Energiegewinnung mit landwirtschaftlicher Nutzung kombiniert. Das bedeutet, wir nutzen Flächen doppelt, beispielsweise für die Lebensmittelproduktion und für die Energiewende. Gerade in einem Agrarland wie SchleswigHolstein ist das der richtige Weg. Flächen müssen intelligent genutzt werden, statt sie für eine einzige Funktion zu blockieren. Freiflächen-PV hingegen sehen wir kritisch. Warum? Erstens: Der Netzausbau in Schleswig-Holstein ist für große Freiflächenanlagen schlichtweg nicht ausgelegt. Was bringt es, immer mehr Strom zu produzieren und zu erzeugen, wenn er gar nicht ins Netz eingespeist werden kann? Solange dieser Flaschenhals nicht gelöst ist, schaffen wir viel mehr Probleme als Lösungen. (Beifall FDP) Zweitens: Der Flächenverbrauch durch riesige PVParks ist enorm. Jede Anlage, die landwirtschaftliche Nutzfläche dauerhaft reduziert, geht zulasten WP) – 84. Sitzung (neu) – Mittwoch, 26. März 2025 unserer Ernährungssicherheit und des ländlichen Raums. Zudem stehen die Pachtverträge bei PV in Konkurrenz zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Gerade mit Blick auf die jüngsten Krisen sollten wir genau überlegen, wo wir Ackerland für erneuerbare Energien aufgeben. Agri-PV bietet hier einen echten Mehrwert, klassische Freiflächen nicht. Drittens. Diese Großanlagen zerstören Lebensräume, wir haben es gerade gehört, es wurde in allen Reden genannt: Die Jägerschaft warnt zu Recht. Die bisherigen Planungen sind zu großflächig und zerschneiden wichtige Wildrouten massiv. (Beifall FDP)

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