Marc Timmer
Ich habe mal eine Frage. Wenn wir davon ausgehen, dass dem Unternehmen daran gelegen ist, den Stundenlohn bei 15 Euro pro Stunde zu belassen, also das relativ fix ist, möchte ich Sie fragen, wie man das Problem lösen möchte – auch angesichts der verfassungsrechtlichen Vorgaben, was das Bürgergeld angeht –, und wo Sie den Spread sehen zwischen dem Mindestlohn, dem Nettoeinkommen und dem Bürgergeld, der für Sie sozusagen akzeptabel wäre? – Herr Kollege Timmer, ich finde, das ist ganz einfach. Wenn man in Deutschland arbeiten kann, aber Arbeit mit der Argumentation ablehnt, „der Sozialstaat lässt mich besser dastehen“, beziehungsweise „ich bin persönlich nicht bereit, für 400 Euro netto mehr am Ende des Monats für mein eigenes Einkommen zu sorgen, sondern möchte, dass die Solidargemeinschaft für mich aufkommt“, dann müssen wir das reformieren und anpassen. Denn das ist nicht Solidargemeinschaft, sondern das ist Ausnutzen der Solidargemeinschaft, und das muss reformiert werden. (Vereinzelter Beifall CDU und Beifall Christopher Vogt [FDP])
