Werner Kalinka
Herr Kollege Dr. Garg, stimmen Sie mir auch zu, dass Leiharbeit und dass sich dort häufig dann Dienste ausgesucht werden und so weiter zu Unzufriedenheit in der Stammbelegschaft und sogar zum Gefühl von Ungerechtigkeit führt? – Genau aus diesem Grund habe ich dieses Thema angesprochen, wissend, dass der Kollege Buchholz und ich darüber immer sehr intensive und sehr konstruktive Gespräche führen. (Zurufe Dr. Kai Dolgner [SPD] und Dr. Bernd Buchholz [FDP]) (Dr. Heiner Garg) – Ja, auch einvernehmliche. Wenn es nämlich um die Zufriedenheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geht, habe ich ihn immer wirklich immer, an meiner Seite. – Darauf müssen wir abzielen, und selbstverständlich führt das zu Unzufriedenheit. Zum Beispiel funktioniert ein Pflegeheim nur mit Früh‑, Tages- und Nachtschichten. Wenn man sich aber immer nur eine Schicht, die einem am liebsten ist, heraussuchen kann und die Stammbelegschaften die Wochenenddienste übernehmen und die Dienste jetzt wieder an Feiertagen absolvieren müssen, dann bringt das selbstverständlich Unruhe in ein Team. – Sie können sich setzen. Ich hoffe, ich habe Ihre Frage beantwortet; da müssen Sie nicht stehen bleiben. (Werner Kalinka [CDU] begibt sich an seinen Platz – Christopher Vogt [FDP]: Nicht zufriedenstellend!) Im Übrigen ist ein weiterer Punkt, wenn wir über Pflegebedürftige in Einrichtungen nach dem SGB XI sprechen, dass das fast immer hochbetagte Menschen sind, die sich auch so etwas wie Kontinuität in der Bezugs- und Ansprechperson wünschen. (Beifall Werner Kalinka [CDU]) Wenn jeden zweiten Tag jemand Neuer kommt, dann macht das etwas mit diesen Menschen. Vor diesem Hintergrund, liebe Kolleginnen und Kollegen, wünsche ich mir wirklich – ich weiß nicht, wie ich das nennen will, und ich will jetzt auch nicht irgendwelche Superlative zum Schluss kreieren – für das kommende Jahr mehr Dampf dieser Landesregierung bei der Pflegepolitik, damit die Probleme, die alle kennen, wirklich angegangen und zumindest teilweise gelöst werden. Denn in der Pflege haben wir kein Erkenntnisproblem, sondern wir haben ein Umsetzungsproblem. – Herzlichen Dank. (Beifall FDP, SPD und SSW)
