Lars Harms
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mir geht es ähnlich wie dem Kollegen Buchholz. Es ist schön, dass wir darüber reden, dass das, was wir hier mal beschlossen haben, tatsächlich umgesetzt wird. (Zuruf SPD: Hey!) Das ist doch wunderbar. Erlebt man ja auch nicht immer. (Beifall SSW, SPD und FDP) Um einmal zu illustrieren, was es eigentlich für die Kommunen bedeutet, wenn jetzt leichter kleinere Wohneinheiten gebaut werden können: In meiner wunderschönen Heimatstadt Husum fehlen uns bis 2035 1.200 Wohnungen. Das ist ein 20.000-Einwohner-Ort. Das ist nicht groß da bei uns. Das ist nur ein Beispiel, wie groß die Wohnungsnot ist – in unserem Fall weniger ausgelöst durch die Älteren, sondern eher ausgelöst durch die Jüngeren, weil wir ein Berufsschulstandort sind. Wir reden ja immer nur über Studenten und studentisches Wohnen. Bei uns ist eine große Herausforderung, all die Berufsschülerinnen und Berufsschüler, die von den Inseln und Halligen und von weiter entfernten Wohnorten kommen, unterbringen zu können. Da kann es wirklich eine riesige Hilfe sein, dass wir mehr kleinen Wohnraum bauen dürfen. Insofern ist das richtig klasse. Ein letzter Hinweis noch. Es geht ja auch – ein bisschen am Rande – bei der ganzen Geschichte darum, ob wir auch Wohnraum im Außenbereich in ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieben zulassen. Ich glaube, darauf sollten wir einmal ein richtiges Augenmerk legen. Da sind viele Potenziale drin. Wir wissen, dass in der Landwirtschaft viele Umwälzungen stattgefunden haben. Aber ich finde, wir müssen sehr stringent sein. Mir kommen nämlich schon viele Leute unter, die sagen: Da können wir schön Ferienwohnungen bauen. (Birte Pauls [SPD]: Ganz genau!) Das muss nicht unbedingt sein. Es ist schön, wenn hier und da mal eine Ferienwohnung ist. Aber viel wichtiger ist es, auch im ländlichen Bereich tatsächlich Dauerwohnraum zu schaffen. Das ist unsere Aufgabe. Wenn wir das hinkriegen, haben wir hier was richtig Tolles auf die Beine gestellt. (Beifall SSW und FDP)
