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Christian Dirschauer

SSW 27.09.2024 Sitzungen 20/68

Frau Präsidentin! Es ist alles gesagt, nur nicht von mir. Insoweit will ich versuchen, auf ein paar Wiederholungen zu verzichten, will mich aber trotzdem für den Bericht bedanken und mich auch dem Dank an alle Vereine, Verbände und auch die Tierärzte, die stark unterstützt haben, anschließen. Da wird ganz tolle Arbeit geleistet, um das Schlimmste zu verhindern. Ganz herzlichen Dank an alle dort Engagierten! (Beifall) Ich beginne einmal mit dem Ende Ihrer Rede: Vogelgrippe und ASP – jetzt geht hier schon das Licht aus. – Gut, dass wir an der Stelle vorbereitet sind. Es hinterlässt einen guten Eindruck bei mir, wenn Sie das hier und heute so schildern. Ich widme mich dann direkt einmal der Blauzungenkrankheit. Wir haben schon im letzten Jahr in den Niederlanden gesehen, wie dramatisch diese Krankheit ist: ganz hohe Todesfallraten. Das hat zu echten Verwerfungen, zum Ruin von Betrieben geführt. Das war nicht gut. Insoweit ist es wirklich gut, dass das Land die Impfung bezuschusst und an der Stelle ein unbürokratisches Verfahren darstellt. Die Schafhalterinnen und Schafhalter brauchen zurzeit alles andere als irgendwelche bürokratischen Anträge. Mich hat im ersten Moment tatsächlich ein bisschen überrascht, dass es bei verendeten Tieren keine Gewährung aus dem Tierseuchenfonds, also keine Entschädigungsleistung, gibt. Ich habe im Endeffekt aber verstanden, warum das so ist. Es ist nicht klassisch ansteckend. Vielleicht muss man einmal darüber nachdenken, ob man das anders aufstellt. Inhaltlich kann ich es erst einmal nachvollziehen, aber: Die Schaf- und Ziegenzüchter fordern nicht umsonst einen Hilfsfonds. Auch der Präsident des Bauernverbandes hat gesagt, er will sozusagen in den eigenen Reihen prüfen, was man machen kann. Da ist wichtig, dass auch wir als Land schauen: Wie können wir das Ganze an der Stelle vernünftig unterstützen? – Dazu gehört für mich, dass die Impfungen 2025 adäquat bezuschusst werden. Losgelöst von der Akutsituation der Schafhalterinnen und Schafhalter finde ich den Vorschlag der Kollegin Redmann sehr gut, im nächsten Umweltund Agrarausschuss mit den Betroffenen zu sprechen; die Tagesordnung, wie sie jetzt ist, gibt das her. Man muss sagen: Wenn wir länger schauen, ist die Branche großen Herausforderungen ausgesetzt. Kollege Kumbartzky hat das schon ein Stück weit benannt. Gänsefraß als große Herausforderung, Wolle ist mittlerweile ein echtes Minusgeschäft für die Schafhalterinnen und Schafhalter – das ist nicht gut – und sozusagen in Verlängerung jetzt die Blauzungenkrankheit. Wenn wir an die Deckzeit denken, ist es so, dass erkrankte Böcke in ihrer Zeugungsfähigkeit stark eingeschränkt sind. Das hat dann natürlich Geburtenausfall und wiederum Einkommensverluste zu bedeuten. Also, wir haben da eine ganze Menge, worum wir uns kümmern müssen. Im Großen und Ganzen bleibt für mich aber festzuhalten, dass die Strukturen und die Informationspolitik hier gut funktioniert haben. Ich lobe an der Stelle das Ministerium. Das finde ich sehr gut, das hat alles gut funktioniert. Tatsächlich verbleiben wir dann vielleicht so, dass wir uns noch einmal detaillierter im Ausschuss darüber unterhalten. – Ganz herzlichen Dank. (Beifall ganzes Haus)

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