Werner Kalinka
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das UKSH ist für die gesundheitliche Versorgung in (Werner Kalinka) Schleswig-Holstein unverzichtbar. Dafür haben das UKSH und das Land viel getan. Sie tun es, und sie werden es weiter tun. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Die Landesregierung hat soeben dargelegt, dass sich die Probleme im OP-Bereich in Lübeck im Rahmen halten. In Kiel waren sie ohnehin nicht gravierend. Sie sind am Abklingen. Ich finde, man muss das auch einmal zur Kenntnis nehmen. Das ist eine gute Nachricht. (Vereinzelter Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Natürlich sind verschobene Operationen für die Patientinnen und Patienten und Erlösminderungen nicht gut. Das soll auch gar nicht verschwiegen werden. Das ist auch nicht gut für die Arbeitsabläufe, das ist selbstverständlich belastend. Aber man hat doch gegengesteuert, wir haben es gehört. Soll ich das noch einmal wiederholen? – Taskforce, Neueinstellungen, Reaktivierung von Mitarbeitern, Verbesserung der Arbeitsbedingungen. All das greift, und dafür sind wir dankbar. Wir unternehmen einiges, um das Haus weiter zukunftsfest zu machen: Ausbildung in allen Gesundheitsfachberufen. Derzeit gibt es am UKSH 945 Ausbildungsplätze in allen Berufen. Das ist eine tolle Anzahl. Es gibt eine Pflegeoffensive. Nach meinem Kenntnisstand fehlen etwa 100 Pflegekräfte am UKSH. Natürlich sind damit gelegentlich einige Bettenschließungen verbunden. Natürlich ist eine Quote, wie wir sie nach meinem Kenntnisstand im ersten Halbjahr mit fünf Prozent haben, noch steigerungsfähig nach oben, aber sie ist auch in keiner Weise dramatisch. Die Übernahme des Service Stern Nord in den Tarifvertrag der Länder darf zum Gesamtbild des Hauses beisteuern, wenn ich daran erinnern darf, Herr Plambeck. Wir sollten doch nicht so tun, als sei diese finanziell nicht unbedeutsame Maßnahme nicht bedeutend. Ich setze gern hinzu, was aus dem Jahr 2019 schon manch einer hier im Haus vergessen hat. (Beate Raudies [SPD]: Oh nein!) Meine Damen und Herren, wir haben bestimmte Renditeerwartungen für dieses Haus rausgenommen, um den Druck auf dieses Haus nicht größer zu machen, denn Gesundheit ist Gesundheit, und die ist das Wichtigste. (Vereinzelter Beifall – Beate Raudies [SPD]: Das war gut so!) – Ja, vielleicht sollten Sie sich einmal daran erinnern, wer den Vorschlag gemacht hat. (Beate Raudies [SPD]: Ja, das weiß ich! Ich! – Lachen und Beifall SPD – Serpil Midyatli [SPD]: Ole sagt Ja!) – Ich glaube, da können Sie nur selbst über sich lachen. Vergessen wir nicht, das UKSH ist ein Haus der Spitzenmedizin mit 80 Kliniken und Instituten. Dort ist man 24/7 für alles zuständig, und ich finde, bei einem Haus, das alles auffangen muss und häufiger auch Fälle annehmen muss, die dort gar nicht hingehören, bei so einem Haus kann es gar nicht ausbleiben, dass es auch einmal Probleme gibt. Im Übrigen ist die Situation, dass es Probleme gibt, ja nicht UKSH-spezifisch. Sie ist Spiegelbild der derzeitigen Situation im Gesundheitswesen: zu viel Bürokratie, keine klare Perspektive, eine schlechte Stimmung. Da kann man eigentlich nur hoffen und wünschen, dass sich dies insgesamt durch manche Dinge von anderswoher verbessert. Lassen Sie mich noch einen Satz hinzufügen: Den Wert einer Klinik oder einer Praxis merkt man oft erst dann, wann man dort Patient war. Wenn einem geholfen werden kann, relativieren sich manche scheinbaren Probleme und Unannehmlichkeiten. Ich möchte zudem daran erinnern, dass es das UKSH war und ist, das uns in der Coronazeit bereits in den ersten sechs Wochen 190 Intensivbetten zur Verfügung gestellt hat. Das hat uns damals unglaublich geholfen. Die Corona-Langzeitbeobachtung findet im UKSH statt – ein ganz wichtiges Thema. Wir sollten Post-Covid in seiner Bedeutung nicht unterschätzen. Als wir in Lübeck mit dem Marienkrankenhaus in Not waren, da hat das UKSH auf unseren Wunsch hin gehandelt. Dass wir in diesem Jahr damit dann am UKSH bei etwa 5.000 Geburten liegen werden, zeigt ja, wie gut auch das ist – um nur drei Beispiele zu nennen. Der bauliche Masterplan hat allein von 2019 bis 2023 etwa 615 Millionen Euro erfordert, weil es zum Teil teurer geworden ist, weil die Bestandsgebäude schlechter als angenommen waren. Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, das UKSH ist uns lieb und teuer. Der jährliche Zuschuss – wie in Zeitungen zu lesen ist – beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Dann nehmen Sie einmal die Investitionen, die ich (Werner Kalinka) Ihnen vorgetragen habe, auf das Jahr gerechnet, dann kommen wir auf eine Summe von mehr als 200 Millionen Euro, die das Land jedes Jahr in sein Universitätsklinikum gibt. Das ist eine stolze Zahl, die zeigt, wie wichtig uns diese gesundheitliche Versorgung ist. (Beifall Dagmar Hildebrand [CDU] – Zuruf Birte Pauls [SPD]) Wir lösen Probleme, und wir reden nicht nur darüber. Vielleicht wäre es auch einmal ein Fingerzeig nach Berlin: Konkrete Klinikhilfe ist besser als ein Lauterbach-Geeiere, das nur verunsichert. Meine Damen und Herren, gleichwohl bleibt es eine stetige Aufgabe – – (Zuruf Dr. Heiner Garg [FDP] – Serpil
