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Serpil Midyatli

SPD 18.07.2024 Sitzungen 20/64

Ach!) In die Summe sind die direkt anfallenden Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, Ertragsverluste in Forst- und Landwirtschaft, aber auch Kosten von indirekten Schäden wie verringerte Arbeitsproduktivität eingeflossen. Diese Studie verdeutlicht die Dimension der Problematik und ist uns eine Mahnung: Es bedarf mehr Einsatz für Krisenvorsorge. Alle staatlichen Ebenen werden langfristig mehr investieren müssen, um unsere Bevölkerung und Sachwerte besser vor Folgen von extremen Wetterlagen zu schützen. Wir brauchen verlässliche Klimaanpassungsstrategien vor Hitze, Hochwasser und Wetterschwankungen. Lassen Sie uns das Thema Hitze noch etwas näher betrachten; Frau Pauls hat dazu schon einiges beigetragen. Für das Jahr 2020 wurden in verschie- (Dagmar Hildebrand) denen Medien von über 8.000 Todesopfern durch Hitzetod bundesweit berichtet. Das Robert KochInstitut spricht in seiner Homepage von bundesweit 4.500 Opfern. Meine Damen und Herren, man merkt, da ist eine Differenz. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass eine einheitliche Definition der Zählungsverfahren bislang noch nicht recht geklärt worden ist. Wenn man die niedrigen Zahlen des Robert Koch-Instituts als Ausgangsbasis berücksichtigt, sind damit im letzten Jahr in Deutschland fast doppelt so viele Menschen an einem Hitzetod gestorben wie an einem Verkehrsunfall. Das sind erschreckende Zahlen. Auch wenn Schleswig-Holstein nicht so stark von dem Thema betroffen ist wie die südlichen Bundesländer oder auch unsere südeuropäischen Nachbarn, so hat die Landesregierung bereits im November 2021 ein ressortübergreifenden „Informationsaustausch Hitze“ auf Landesebene initiiert. Ebenso wurden den Gesundheitsämtern im Frühjahr des Jahres Arbeitshilfen zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für die Kommunen zur Verfügung gestellt. (Vereinzelter Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Für das Jahr 2024 berichtet das Robert Koch-Institut – jüngst, am 11. Juli 2024, sind die Zahlen bekannt gegeben worden –, dass 470 bedingte Todesfälle bundesweit zu verzeichnen sind. Das betrifft in erster Linie oftmals Menschen im höheren Lebensalter. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir bitten Sie daher, dem Bericht und der Beschlussempfehlung des Sozialausschusses zu folgen. Der fraktionsübergreifende Antrag spricht sich für passgenaue, effiziente, zukunftsgerichtete und unterstützende Maßnahmen in Extremwetterlagen aus und hilft somit besonders den vulnerablen Gruppen in unserem Land. – Vielen Dank. (Vereinzelter Beifall CDU und Beifall Silke Backsen [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

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