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Wiebke Zweig

CDU 18.07.2024 Sitzungen 20/64

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Erste Hilfe betrifft uns alle und kann Leben retten. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Rettungsdiensten, um Schülerinnen und Schüler in Erste-Hilfe-Maßnahmen zu schulen, ist daher von großer Bedeutung. Doch warum ist diese Zusammenarbeit so wichtig? Erste-Hilfe-Kenntnisse können in lebensbedrohlichen Situationen entscheidend sein, sei es ein Unfall auf dem Schulhof, ein medizinischer Notfall im Klassenzimmer oder eine Notlage im privaten Umfeld. Wenn Kinder und Jugendliche wissen, wie sie rich- (Wiebke Zweig) tig reagieren, steigt die Überlebenschance der Betroffenen erheblich. Die bisherige Kooperation zwischen Schulen und Rettungsdiensten hat sich als wertvoll erwiesen. Diese befähigt junge Menschen dazu, in Notfällen richtig zu handeln. Diese Zusammenarbeit gilt es stetig zu intensivieren. In den vergangenen Jahren ist dies durch die Ausstattung der Schulsanitätsdienste vonseiten der Landesregierung mit Material für die Durchführung ihrer ehrenamtlichen Arbeit geschehen. Seit dem Jahr 2024 unterstützt die Landesregierung eine Koordinierungsstelle für die Schulsanitäterausbildung sowie das Angebot der Björn Steiger Stiftung „Retten macht Schule“. Dieses Angebot zielt darauf ab, Lehrkräfte zu Multiplikatoren auszubilden, sodass dieses Wissen hinsichtlich der Nutzung eines Defibrillators bedarfs- und altersgerecht vermittelt werden kann. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter soll geprüft werden, inwieweit die intensive Zusammenarbeit mit den Rettungskräften stetig fortgesetzt werden kann. Die Ganztagsschulen bieten durch ihr Konzept eine hervorragende Möglichkeit, Erste-Hilfe-Kenntnisse nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu vermitteln. Kinder verbringen mehr Zeit in der Schule und somit auch mehr Zeit in einem Umfeld, in dem sie von qualifizierten Fachkräften betreut werden. Dieses bietet eine perfekte Gelegenheit, Erste-HilfeTraining als Bestandteil des Ganztagsangebots zu integrieren. Die Angebote sollten altersspezifisch gestaltet sein, um sicherzustellen, dass die Schülerinnen und Schüler auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand abgeholt werden. Besonders hervorheben möchte ich den Schulsanitätsdienst an den weiterführenden Schulen. Hier übernehmen die Rettungsdienste als Partner eine wesentliche Rolle und unterstützen die Jugendlichen intensiv. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre die Einführung eines verpflichtenden Erste-Hilfe-Kurses für alle Schülerinnen und Schüler in der 9. oder 10. Klasse. Diese Maßnahme wäre ein bedeutender Schritt, um sicherzustellen, dass alle jungen Menschen, bevor sie in das Erwachsenenleben eintreten, über grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse verfügen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten ist dabei von zentraler Bedeutung, um die Qualität und Effektivität dieser Kurse sicherzustellen. Ein wichtiger Aspekt bei der Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten darf nicht unerwähnt bleiben: die Sichtbarkeit des Ehrenamtes in unterschiedlichen Facetten für die Schülerinnen und Schüler. So schaffen wir Vorbilder, so stärken wir das Bewusstsein und wecken bestenfalls ein Interesse für gesellschaftliche und humanitäre Arbeit. Die Einführung eines verpflichtenden Erste-HilfeKurses würde nicht nur zu mehr Sicherheit an unseren Schulen führen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung und Solidarität leisten. Denn Erste Hilfe zu leisten, bedeutet nicht nur, über das notwendige Wissen zu verfügen, sondern auch, den Mut und die Bereitschaft zu haben, in Notfallsituationen zu handeln. Lassen Sie uns also gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Ausbildung in Erste-Hilfe-Maßnahmen erhalten. Dies ist nicht nur eine Investition in ihre persönliche Sicherheit, sondern auch in die Sicherheit unserer Gesellschaft. Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und hoffe auf Ihre Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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