Birte Pauls
Vielen Dank. – Wenn Sie sagen, alles wird durch die Formulierung in Ihrem Antrag irgendwie besser, würde ich von Ihnen ganz gern einmal hören: In dem Punkt 1 schreiben Sie, „das Beratungsangebot weiterhin an die tatsächlichen Bedarfe der Frauen anzupassen“. – Was bitte sind denn die „tatsächlichen Bedarfe der Frauen“, die heute von Frau & Beruf noch nicht beraten werden? (Catharina Johanna Nies [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Darum geht es nicht!) – Doch, darum geht es. Genau darum geht es. – Aber da gebe ich der Kollegin Nies recht: Darum geht es gar nicht. – Sie versuchen jetzt, so zu tun, als sei dieser Antrag ein Angriff auf Frau & Beruf. Ich weiß, das ist im vorpolitischen Raum so versucht worden: über diverse Aktionen Unruhe zu schüren. Wir müssen schauen, dass das Beratungsangebot tagesaktuell immer den Bedürfnissen entspricht. Sie müssen so dicht wie möglich an die Frauen rankommen, die beraten werden wollen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf SPD: Super Idee!) – Entschuldigung, Frau Raudies, aber Sie werden es doch nicht bestreiten: Wenn es auch darum geht, Fachkräfte zurückzugewinnen, wenn es darum geht, Frauen, die das Problem haben, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, die sich deswegen, gerade vor diesem Hintergrund – einem der Schwerpunkte dieser Förderung – bei Ihnen melden, ist es nicht mehr zeitgemäß, dass man denen sagt: Freundinnen, kommt zu einer Beratungsstelle! – Heutzutage macht man selbst einen Kita-Elternabend online, digital. Dann muss auch so eine Beratung digital möglich sein. Deswegen halte ich das für einen wichtigen Punkt. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
