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Christopher Vogt

FDP 17.07.2024 Sitzungen 20/63

Liebe Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Tagesordnungspunkt passt ganz gut zum Thema von gerade eben. Die akademischen Sozialberufe sind ein wichtiger Bestandteil des sozialen Gefüges und spielen eine entscheidende Rolle dabei, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Damit leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in unserem Land. Es muss daher unsere Aufgabe sein, dass wir diese Berufsgruppen bestmöglich politisch unterstützen und entsprechend gute Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Berufe weiterhin für junge Menschen – auch gern für schon etwas ältere – attraktiv sind und bleiben. Aber zur Wahrheit gehört auch: Hohe Arbeitsbelastungen, unzureichende Ausstattung und mangelnde Unterstützung führen teils zu einer hohen Fluktuation in diesen Berufen, mangelnde Studienplätze zu einem gewissen Fachkräftemangel zum Beispiel an der Westküste. Daran muss man arbeiten. Deshalb sollten wir unter anderem auch die Weiterbildungsmaßnahmen verbessern, um den Fachkräften die Möglichkeit zu geben, sich kontinuierlich Sitzung (neu) – Mittwoch, 17. Juli 2024 4751 weiterzuentwickeln und den Herausforderungen ihres Berufs gerecht zu werden. Es wurde schon gesagt. Neben der Fachhochschule Kiel hat kürzlich die Duale Hochschule SchleswigHolstein, an der ich auch studieren durfte, allerdings etwas anderes, zusätzliche Ausbildungsangebote für die akademischen Sozialberufe geschaffen. Das ist sehr zu begrüßen, weil damit das Angebot absehbar vergrößert wird. (Beifall FDP) – Da kann man ruhig mal klatschen. Die Ministerin hat es gesagt. Die Nachfrage ist groß, die Bewerberzahlen an der FH sind in etwa viermal so hoch wie die Zahl der Studienplätze. Auch durch das neue Angebot an der Dualen Hochschule wurde eine gesetzliche Regelung notwendig, die den bisher geltenden Erlass ablösen soll. Dadurch wird eine Regelungslücke geschlossen und Rechtssicherheit geschaffen. Die anderen Bundesländer haben meines Wissens bereits längst entsprechende Regelungen. Schleswig-Holstein wird sich hier nun als 16. Bundesland auch auf den Weg machen. Die staatliche Anerkennung ist vor allem für die angehenden Fachkräfte von Bedeutung. Durch die Regelungen des Gesetzentwurfes werden ihre Abschlüsse über Schleswig-Holstein hinaus akzeptiert und dadurch weiter aufgewertet. Darüber hinaus werden Anforderungen an ausländische Berufsqualifikationen geregelt. Dadurch könnten ausländische Fachkräfte leichter bei uns anerkannt werden, was zukünftig eine immer bedeutendere Rolle spielen wird, denn auch im Sozialbereich sehen wir schon heute einen gewissen Fachkräftemangel, der sich absehbar spürbar verschärfen dürfte. In der mündlichen Anhörung im Bildungsausschuss, die wir als FDP-Fraktion nach der schriftlichen angeregt hatten, hatten die Studierenden von der FH Kiel einige aus meiner Sicht wirklich gute praxisnahe und nachvollziehbare Verbesserungsvorschläge gemacht. Die Koalition hat jetzt einiges davon aufgegriffen, was wir gern unterstützt haben. Es gibt heute noch einen Änderungsantrag der Fraktion des SSW, der aus meiner Sicht, vor allem redaktionell, einige Dinge klarstellt. Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, über den wir sprechen müssen. Es mangelt im Bildungsausschuss einfach an ausgebildeten Deutschlehrern. (Heiterkeit) – Tut mir leid. (Christopher Vogt) (Beifall FPD und SSW) Fehler passieren, man muss sie korrigieren, das ist vollkommen klar. Wir haben übrigens im Ausschuss auch die Vorschläge der SPD-Fraktion unterstützt. Ich fand sie schon praxistauglich und pragmatisch. Leider haben die keine Mehrheit gefunden. Aber ich denke, wir haben insgesamt einen guten Gesetzentwurf vorliegen, der durch das parlamentarische Verfahren und auch durch die heutigen Änderungen noch einmal besser geworden ist. So soll es sein. Ich wünsche der Landesregierung und den betreffenden Hochschulen jetzt viel Erfolg bei der Umsetzung. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und vor allem für die extrem leidenschaftliche Debatte am Mittwochmorgen. Das hat gutgetan. – Vielen Dank. (Beifall FDP, SSW und vereinzelter Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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