Dr. Heiner Garg
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Man muss nicht alles wiederholen, was Vorrednerinnen und Vorredner gesagt haben. Ich fand die Kollegin Pauls ausgesprochen beeindruckend. Ich fand es richtig, was sie hier heute Morgen zur Vorstellung der SPD-Initiative gesagt hat. Mir hat auch der Beitrag des Kollegen Balke gut gefallen. Herr Kollege Balke, ich würde an der Stelle sagen: Ich glaube ganz bestimmt, dass da eine vernünftige Studie herauskommt. Ich frage mich nur, ob wir diese Studie zum Erkenntnisgewinn wirklich noch brauchen. (Beifall Birte Pauls [SPD]) Das ist das, worauf die Kollegin Pauls hingewiesen hat. Ich finde, damit macht sie einen Punkt. Im August 2023 haben 42 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen angegeben, sich einsam zu fühlen oder sich schon einmal einsam gefühlt zu haben. Wenn man sich das anguckt, dann sieht man, dass Einsamkeit mitnichten nur eine Frage des Alters ist, sondern sie kommt insbesondere bei jungen Erwachsenen und dann wieder bei sehr alten Menschen vor. Aber auch dazwischen gibt es in jeder Altersspanne Betroffene. Einsamkeit hat, wie schon mehrfach ausgeführt, ganz verschiedene Ursachen. Es kann der Verlust einer Partnerin oder eines Partners sein. Es kann eine Erkrankung sein, es kann ein Umzug oder auch eine Krise sein, wie wir sie als Gesellschaft während der Pandemie gehabt haben. Das Erlebnis, einsam zu sein, hat während der Pandemie als Folge entsprechender Bekämpfungsmaßnahmen sehr stark zugenommen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich finde die Forderung aus dem sozialdemokratischen Antrag richtig. Ich finde die Forderung richtig, die Strategie der Bundesregierung zur Bekämpfung von Einsamkeit konsequent zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen in Schleswig-Holstein umzusetzen. Natürlich, wir alle wissen es, wir fangen hier nicht bei null an. Es gibt engagierte Menschen, derzeit übrigens vor allem noch ehrenamtlich, die sich seit vielen Jahren für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen. Insofern werden wir dem sozialdemokratischen Antrag zustimmen. Das ist auch ein bisschen das Ergebnis der Erlebnisse der Dänemarkreise mit den Kolleginnen und Kollegen vom Sozialausschuss. Das, was wir dort nördlich der Grenze haben sehen dürfen, nämlich wie dort auch institutionalisiert andere Menschen für Menschen da sind, hat mich jedenfalls sehr beeindruckt. In diesem Sinne herzlichen Dank für den Antrag. Unsere Unterstützung hat er. Ich würde mich freuen, wenn er hier eine Mehrheit finden würde. (Beifall FDP, SSW und vereinzelt SPD)
