Serpil Midyatli
Ja!) Es ging mir um die Effektivität eines kleineren Teils – auch das hat niemand in Abrede gestellt. Das war schon im zweiten Satz: mit über 300.000 4240 Schleswig-Holsteinischer (Dr. Kai Dolgner) zu betreuenden Personen. Das heißt, die Dimension, die Sie zu Recht anmahnen, ist schlicht und ergreifend schon im Antrag enthalten. (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: So ist es!) Was Sie zu diesem Antrag an Defizitdarstellung gebracht haben, überzeugt ehrlich gesagt nicht. Wenn ein Antrag immer eine gewisse Flughöhe haben soll, bevor man ihn stellen darf, würde ich einmal an ganz andere Anträge erinnern. (Heiterkeit Serpil Midyatli [SPD] und Christopher Vogt [FDP]) Als Vertreter einer Minderheit würde ich übrigens die Quantität der Köpfe nicht unbedingt als einzigen Maßstab dafür nehmen, wie wichtig eine Sache ist. (Beifall SPD und FDP – Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Das ist ein nicht ganz schlechtes Argument! – Unruhe SSW) – Nein, das müssen Sie sich anhören, wenn Ihr Fraktionsvorsitzender versucht, vom Hauptthema abzulenken, weil er nämlich genau weiß – das hat er auch gesagt –, dass seine, dass Ihre Fraktion, ein zentrales Rückkehrmanagement ja auch für sinnvoll hält. Aber die Motivlage des SSW sei natürlich gut, und dann, im Umkehrschluss, ist unsere Motivlage, diesen Antrag zu stellen, natürlich böse. (Zuruf Sybilla Nitsch [SSW]) – Dann müssen Sie sich so etwas auch anhören, wenn Ihr Fraktionsvorsitzender das mit unterstützt. (Beifall SPD und FDP – Sybilla Nitsch [SSW]: Nee!) – Aber natürlich müssen Sie sich das anhören! Sie können ja einen Dreiminutenbeitrag halten. Deshalb war das ein 1‑A-Derailing. (Anhaltende Unruhe SSW) – Entschuldigung! Frau Midyatli und Herr Buchholz haben das ganz nüchtern vorgetragen; das können Sie nachhören. Die Schärfe der Unterstellung, dass wir andere Motive hätten oder die eigentliche Integration nicht machen wollten oder solche Sachen – das ist es ja, wenn man sagt: „Das ist das viel Wichtigere“ –, die weise ich hiermit zurück. (Beifall SPD und FDP) Wenn Sie das aufregt, dann ist das okay: So schwer fällt es, es nüchtern zu betrachten, wenn man angegriffen wird. (Beifall SPD und FDP)
