Lars Harms
Vielen Dank, Herr Präsident. – Ich bin noch einmal hier hochgekommen, weil mich der Kollege Buchholz direkt angesprochen hat. Dann gibt es immer automatisch die Dänemark-Keule. Die nehme ich immer gerne entgegen, aber ich muss Ihnen sagen: Auch in Dänemark gibt es Opposition, man muss nicht, auch wenn man dänisch ist, unbedingt mit jeder Auffassung einer Regierung einverstanden sein. Übrigens gilt das für Deutsche auch so. (Beifall SSW, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und FDP) Man muss nicht mit der Ampel einverstanden sein. Man darf das, man muss das aber nicht. Aber, lieber Kollege Buchholz, wenn wir uns das in Dänemark angucken, können wir vielleicht zwei Dinge lernen – da haben wir wirklich noch Nachholbedarf –: In Dänemark kümmert man sich erstens darum, dass die Leute Dänisch lernen. Das geht sehr schnell. Es ist eine Verpflichtung, die die Kommunen zu erfüllen haben, dass die Leute Dänisch lernen. Wir machen es immer noch so, dass (Lars Harms) wir versuchen, den Leuten Deutschkurse vorzuenthalten, was völlig gaga ist. (Zuruf Serpil Midyatli [SPD]) Das Zweite ist: Man bringt die Leute dort in Arbeit. Die Kommunen haben die Verpflichtung, das innerhalb von fünf Jahren hinzukriegen. Wir kriegen das hier immer noch nicht gebacken. Wir bringen denen kein Deutsch bei, und dann wundern wir uns, dass sie noch keine Arbeit aufnehmen können. Wenn wir uns da skandinavische Vorbilder nehmen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. (Beifall SSW und Serpil Midyatli [SPD] –
