Serpil Midyatli
Vielen Dank, Herr Kollege. – Ich weiß, dass Sie mir ganz besonders gut zuhören und jedes Wort auf die Goldwaage legen. Deswegen habe ich mir heute ganz besonders viel Mühe gegeben und darauf aufmerksam gemacht, dass die Beschäftigten und beide Gewerkschaften nicht mehr das Trennende, sondern das Verbindende miteinander suchen. Genau das ist auch die Intention, denn beide sind auf mich zugekommen und haben gesagt, dass jetzt etwas passieren muss, damit die Zweiklassensituation unter den Beschäftigten endlich aufgehoben wird. Ich vertraue Ihnen sehr, dass Sie, als Sie das in den Koalitionsvertrag aufgenommen und von einem Stufenplan und einem Maßnahmenkatalog gesprochen haben – denn genau das ist damit gemeint –, damit genau das, was Sie befürchten, zu verhindern versuchen, denn es geht ja um die Beschäftigten. – Genau. Ein Stufenplan kann eine sehr gute Lösung sein. Wir haben das an der Charité gesehen, wie man es so Stück für Stück geschafft hat, die Beschäftigten in den Tarifvertrag der Länder zu überführen. Gleichzeitig sehen wir, dass die Eingruppierungen nicht übertragbar sind. Der TV‑L ist für den öffentlichen Dienst errichtet worden. Der TV‑L sieht viele Eingruppierungen, die der Haustarifvertrag der GdS vorsieht, aktuell noch nicht vor. Das ist in der Vergangenheit auch schon so gewesen, beispielsweise im Pflegebereich. Da ist es dann gelungen, im TV‑L Stufen zu schaffen, die diese Arbeitswirklichkeit darstellen. In dem Beschäftigtenbereich der Service Stern Nord GmbH fehlen aber einzelne Gruppen. Das kann dazu führen, dass einzelne Berufsgruppen schlechtergestellt würden. Im Großen und Ganzen würden die Menschen aber bessergestellt werden. Das ist eine große Herausforderung, die man bei einem Pfad unbedingt berücksichtigen müsste, damit niemand unter die Räder gerät und dies nach Möglichkeit für alle die bessere Lösung ist, nicht nur für die große Menge. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Nichtdestotrotz gibt es, von den Beschäftigten her gedacht, mittlerweile Einigkeit.
