Ole-Christopher Plambeck
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Service Stern Nord GmbH erbringt wichtige Dienstleistungen für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in dem nicht medizinischen Bereich. (Martin Habersaat [SPD]: Aha!) Dazu gehören zum Beispiel der Bereich Verpflegungsmanagement, also die Speisenverpflegung der Patientinnen und Patienten in den Kliniken, die Verpflegung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Gäste mit der Betreibung der UKSH-Bistros. Auch der Bereich Hauswirtschaft gehört dazu, also die laufende Unterhalts- und OP‑Reinigung, die Bettenaufbereitung und die Reinigung in den Verwaltungen insgesamt. Daneben gibt es weitere hauswirtschaftliche Zusatzleistungen wie Sonder‑, Bau- und Grundreinigung. Auch die Zentralsterilisation wie die Instrumentenaufbereitung und das Instandhaltungsmanagement des medizinischen Instrumentariums gehören zum Leistungsspektrum. (Zuruf Oliver Kumbartzky [FDP]) Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, was alles gemacht wird. Da, Herr Kollege, sind wir noch nicht am Ende, denn auch logistische Dienstleistungen wie die Material- und Patiententransportlogistik, die Lagerbewirtschaftung sowie die Abfallentsorgung gehören dazu. Auch Empfangsdienste mit den zusätzlichen Leistungen in der Telefonzentrale sowie Bewachungsdienste sind Leistungen, die erbracht werden. (Dr. Heiner Garg [FDP]: Genau!) (Ole-Christopher Plambeck) Es ist ganz klar zu sagen: Ohne die genannten Leistungen der Service Stern Nord GmbH ist eine gute Patientenversorgung in einem Klinikum nicht zu machen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Dr. Heiner Garg [FDP]: Ja, stimmt!) Seit dem Jahr 2014 ist die Service Stern Nord GmbH zu 100 Prozent Tochtergesellschaft des UKSH. Dabei werden um die 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erzielt. Die Personalkostenquote liegt ungefähr bei 60 %. Als Dienstleistungsbetrieb sind hierbei die Fachkräfte das A und O. Fachkräfte werden natürlich in allen Bereichen gesucht, somit gibt es auch hier offene Stellen. Die Service Stern Nord GmbH konkurriert natürlich um Fachkräfte am Markt wie jedes andere Unternehmen auch. Deswegen gehören vernünftige Bezahlung, zeitgemäße Arbeitsbedingungen, Freizeitgarantien, verlässliche Schichtzeiten und vieles andere dazu. Derzeit gilt ein Haustarif. In dieser Woche konnte man einer schleswig-holsteinischen Tageszeitung entnehmen, dass gar nicht alle Beschäftigten mit der Überführung in den Tarifvertrag der Länder einverstanden seien, weil man bisher mit dem Haustarif gute Konditionen ausgehandelt habe. Unser Ziel bleibt jedoch eine Übertragung in den TV‑L. Wir reden aber auch über erhebliche zweistellige Millionenbeträge, die das nach sich ziehen würde. Bei den aktuellen Handlungsbedarfen ist das keine einfache Aufgabe. (Annabell Krämer [FDP]: Widerspruch!) Daher bestehen unserer Ansicht nach Hürden, über die wir reden müssen. Aus diesem Grunde müssen wir über einen Zeitraum für eine sinnvolle Überleitung sprechen. Dafür schlagen wir den Finanzausschuss vor. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
