landtag.ltsh.de ↗

Uta Röpcke

GRÜNE 25.01.2024 Sitzungen 20/49

Sehr geehrter Herr Landtagspräsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Aus den vorangegangenen Redebeiträgen entnehme ich, dass wir uns mindestens darüber einig sind: Denkmalschutz und Klimaschutz sind von sehr großem öffentlichen Interesse. – Dass wir bei entstandenen Konflikten behördliche Einzelfallabwägungen nach der geltenden Rechtslage brauchen, die sich durch Sachverstand, Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen und Bürger_innennähe auszeichnen und natürlich den Eigentümer_innen vermittelbar sein müssen, spielt auch eine große Rolle. Lieber Kollege Habersaat, Sie haben diesen Änderungsantrag als Ergänzung zu unserem Antrag gestellt, und Sie haben recht: Das Beispiel, das Sie da erwähnt haben, der Höger-Bau von Hohenlockstedt von 1912, ist tatsächlich ein sehr überzeugendes Beispiel für die Umgestaltung und Umnutzung eines denkmalgeschützten Gebäudes, das durch die Arthur Boskamp-Stiftung multifunktional genutzt wird. Es ist wirklich toll, was da gemacht wird: Gästewohnungen für ein neues Künstler_innen-Residenzprogramm, Atelierräume, Mietwohnungen, Veranstaltungssaal, Gaststätte und so weiter. So wird die Dorfmitte da neu belebt, und es zeigt: Der beste Schutz von Denkmalen ist tatsächlich deren Nutzung und Nutzbarmachung und Modernisierung. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Nicht zuletzt ist das auch der Grund dafür – weswegen das Beispiel gut ist –, dass sich der Landesdenkmalrat das anguckt und sich in dem Fall tatsächlich mit der Erprobung dieser Solardachziegel beschäftigt. Die Kollegin Waldinger-Thiering sagte es: Es ist tatsächlich eine Erprobung, denn Solar- (Uta Röpcke) dachziegel sind nach wie vor weniger effizient als PV-Anlagen, werden sich aber schnell entwickeln. Der Kollege Kumbartzky sagte, unser Antrag sei in einem Punkt nicht verständlich. Es geht darum, dass der Leitfaden – das ist in unserem Antrag auch mehrfach erwähnt – natürlich erst einmal für die Unteren Denkmalschutzbehörden verständlich ist. Wir haben aber gesagt: Es braucht eigentlich auch eine Handreichung für Bürgerinnen und Bürger und Eigentümer_innen, weil es schon noch ein Unterschied ist, ob sich die Fachlichkeit in den Unteren Denkmalschutzbehörden oder die Bürgerinnen und Bürger damit beschäftigen. In einigen Kreisen wird das schon vorgemacht. Deshalb ist die Idee tatsächlich: zwei unterschiedliche zu haben, also einmal den Leitfaden für die Behörden, aber tatsächlich auch eine Handreichung für Bürgerinnen und Bürger, sodass die noch einmal anders angesprochen und mitgenommen werden. So ist zumindest die Idee; tut mir leid, wenn das unverständlich formuliert war, aber das ist die Idee. (Oliver Kumbartzky [FDP]: Wie stimmen Sie jetzt den Änderungsantrag der SPD ab?) – Den Antrag der SPD lehnen wir natürlich ab. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf SPD: Wie natürlich? – Martin Habersaat [SPD]: Natürlich, ist ja von der SPD!)

Alle Reden von Uta Röpcke Protokoll ↗