Uta Wentzel
Aber wie gesagt, wenn man bei Google Maps eingibt „Bahnhof Flensburg–Rote Straße“ sind das 600 Meter. Also dafür muss ich keinen Gutachter haben, um zu wissen, dass es trotzdem wirklich nah ist. – Frau Kollegin Wentzel! (Dr. Bernd Buchholz) Ich stimme Ihnen zu, wir nehmen gern weitere Haltepunkte – auch gerne in der Innenstadt, am Campus, beim neuen Zentralkrankenhaus in Peelwatt, in Tarup –, dagegen haben wir gar nichts. Mir ist es nur wichtig zu sagen: Es muss erst einmal die Verbindung zwischen Hamburg und Flensburg schneller und besser sein, es muss die Verbindung zwischen Kiel und Flensburg besser sein – wir brauchen teilweise zwei Stunden –, dann haben wir eine attraktive Verbindung, und dann haben wir auch das Fahrgastaufkommen, das die Deutsche Bahn gern möchte. – Gut. – Solange diese Verbindungen nicht attraktiv sind, werden die Leute nicht auf die Schiene gehen. Stimmen Sie mir da zu? – Nein, Frau Kollegin Wentzel, es sind zwei Teile Ihrer Frage. Ich frage einmal zurück – es geht erst einmal um die 600 Meter –: Wann sind Sie das letzte Mal mit einem Koffer aus einem Bus gestiegen und haben gesagt: „Ach, es sind ja nur 600 Meter bis zum Zug, da wackel ich jetzt mal lang.“? (Vereinzelte Heiterkeit) Das machen die Leute nicht, sondern sie fahren mit dem Auto zu der entsprechenden Haltestelle oder sonst irgendetwas. Genau das ist der Unterschied, da machen es die „nur 600 Meter“ aus, da ist der Bruch, der Wechsel des Verkehrsmittels ein riesengroßes Thema. (Unruhe CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Ja, da können Sie jetzt den Kopf schütteln, aber sagen Sie mir einmal, wann Sie das letzte Mal mit dem Koffer vom Bus aus einen halben Kilometer unterwegs gewesen sind! (Anhaltende Unruhe) Entscheidend ist doch, die entsprechenden Verkehre in der Verbindung des Zentralen Omnibusbahnhofs mit der Bahn zu realisieren. Darum muss es gehen. Ihre zweite Frage kann ich ganz schnell beantworten, Frau Kollegin. Sie wünschen sich alle, dass die Strecke von Padborg vor 2030 irgendwie repariert werden soll. Das würde ich mir auch wünschen, aber wissen Sie, was das heißt? – Bei der geschlossenen Strecke über den Fehmarnbelt bedeutet das Sperrungen dieser Strecke, und zwar Vollsperrungen, gegebenenfalls über halbe Jahre, so wie sie in den Großkorridoren der DB AG zurzeit angelegt sind. Die halbjährige Sperrung auf der Achse Hamburg–Lübeck kriegen Sie dann in Flensburg ab, und zwar innerhalb der Jahre – was weiß ich – 2027, 2028, 2029. Dann haben Sie nicht nur die Achse Fehmarnbelt, sondern auch noch die SønderjyllandRoute totgelegt. Dann gibt es gar keine Verbindung mehr nach Dänemark; und das schließt die DB AG aus. Dafür hat sie mein volles Verständnis, weil wir internationale Verkehre gewährleisten müssen und Dänemark auch angeschlossen bleiben muss. (Uta Wentzel [CDU] Man hat ja auch noch Schienenersatzverkehr!) – Nee, man hat keine Schienenersatzverkehre, wenn man internationale Verkehre realisieren muss, Frau Kollegin.
