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Cornelia Schmachtenberg

CDU 20.09.2023 Sitzungen 20/35

Deswegen hängen die Themen aus meiner Sicht zusammen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Aktuell wird die Anzahl der frei lebenden herrenlosen Katzen in Schleswig-Holstein auf 50.000 Tiere geschätzt. Das ist schon mal eine Verbesserung. Als das letzte Mal hier im Landtag dazu geredet wurde, war regelmäßig die Annahme von 75.000 frei laufenden herrenlosen Katzen. Aber es ist dennoch natürlich zu viel, denn das Problem ist: Sie vermehren sich unkontrolliert, leiden häufig unter Krankheiten und Hunger. Natürlich haben sie auch Einfluss auf unsere Umwelt. Ihre Reproduktionsrate ist hoch, denn eine Katze kann bis zu 35 Nachkommen pro Jahr bekommen. Daher ist die Katzenkastrationsaktion ein wichtiger und richtiger Baustein, um das Problem einzudämmen. Daher ist es auch gut, dass in den letzten zwei Jahren die Mittel erhöht und vor allem angepasst worden sind. Mich wundert es immer wieder, wenn wir hier über ausgeglichene Haushalte sprechen und insbesondere lange Reden von der FDP hören, dass dann der Schwerpunkt unter anderem auf Katzenkastrationsaktionen gesetzt und gegen Northvolt gewettert wird. (Lachen und Zurufe FDP) Auch unkastrierte Freigängerkatzen, die in normalen Haushalten leben, stellen ein Problem dar, denn in ihrer täglichen Freigängerzeit jagen sie eben nicht nur nach Mäusen und Vögeln. Das führt wiederum zu Vermehrung, zu einer Überforderung von Tierhalterinnen und Tierhaltern und infolge zur Überlastung von Tierheimen. Die Katzenkastrationspflicht stellt durchaus ein probates Mittel dar, denn die Situation im Land ist sehr unterschiedlich. Wir wollen an der kommunalen Hoheit festhalten, die jetzt schon verankert ist. (Beifall CDU und Dirk Kock-Rohwer [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Denn es gibt Kommunen, die davon Gebrauch machen. Es gibt natürlich auch viele Kommunen, die davon überhaupt noch nichts wissen. (Zuruf Sandra Redmann [SPD]) Wir wollen die Gemeinden mehr auf diese Möglichkeit hinweisen, denn es gibt auch Kommunen, in denen es überhaupt keine Probleme gibt. Es gibt aber Kommunen, die überlastet sind. Hier müssen die Kommunen einfach in die Pflicht genommen werden und sagen: Gebt eine Überlastungsanzeige ab, macht eine Kastrationspflicht vor Ort. Ihr habt die Möglichkeit, das Tierwohl zu steigern. Ein weiterer Baustein ist die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht. Wird eine Katze vielleicht sogar weit weg von ihrem Heimatort in einem Tierheim als Fundtier abgegeben oder in einer Tierarztpraxis vorgestellt, kann sie schnell wieder in ihr Zuhause zurück, wenn sie beispielsweise einen Mikrochip trägt und in der Haustierdatenbank registriert ist.

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