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Jette Waldinger-Thiering

SSW 10.05.2023 Sitzungen 20/25

Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe mich zu einem Dreiminutenbeitrag gemeldet, weil mir ein bisschen sauer aufstieß, dass Minister Goldschmidt sagte, wir hätten das Glück, dass wir in einer Demokratie lebten und uns um unsere Ostsee kümmern könnten und die Nachbarn auf der anderen Seite hätten das nicht. Ich möchte hier festhalten: Die einzige undemokratische Region, die wir gerade haben, ist tatsächlich Russland. Alle anderen sind demokratische Staaten, mit denen wir in unseren Parlamentsforen diskutieren und uns der Gesundheit und der Wasserqualität der Ostsee annehmen. Das ist der erste Punkt. Der nächste Punkt: Wir machen alle unsere Wahlstände zur Kommunalwahl. Auch uns in Eckernförde treibt dieses Thema fürchterlich um. Dazu lese ich den Antrag der Koalition – das ist der dritte Absatz –: „Dabei ist wichtig, dass alle relevanten Steakholder intensiv und in einem ausgeglichenen Anteil eingebunden werden.“ – Ich weiß nicht, wie ein ausgeglichener Anteil von Stakeholdern und anderen Akteuren aussieht. Wenn dieser Nationalpark Ostsee kommt – wir wollen alle gemeinsam die Ostsee schützen – und ich das Interview von der Abgeordneten Silke Backsen über geschlossene Strände lese, hoffe ich, dass das nicht für uns in Eckernförde gelten soll, weil wir dann Konkurs anmelden könnten. Unser ehemaliger Bürgermeister sitzt dort als Staatssekretär. Wir verdienen unser Geld auch mit dem Tourismus. Insofern bin ich gespannt, wie dieser Konsultationsprozess aussieht. Ich hoffe, dass das tatsächlich mit den Menschen gemacht wird und nicht gegen die Menschen in der Region. (Beifall SSW und Marc Timmer [SPD])

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