Michel Deckmann
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mit einem Dank, den ich weiterleiten soll, starten, und zwar zum einen an den Kollegen Kilian, aber auch an die Kollegin Waldeck; denn Herr Kollege Hölck und Herr Kollege Buchholz haben in den Raum gestellt: Ach, die Geschäftsführer an den Westküstenhäfen wollten das Ganze gar nicht. – Ganz im Gegenteil! Nur wenige Tage nach Veröffentlichung dieses Antrages wurde ich persönlich angerufen, und man hat sich für diesen Antrag hier im Plenum bedankt. (Beifall CDU – Zuruf FDP: Donnerwetter!) Daher: Ein einmaliger Besuch der Westküstenhäfen reicht halt nicht aus. Man muss sich tatsächlich mit den Gegebenheiten vor Ort auseinandersetzen, mit den fast 2.500 Jobs, die mit den Häfen Büsum und Husum zusammenhängen, und der Wertschöpfung, die dort geschaffen wird. (Niclas Dürbrook [SPD]: Seit wann darf man Dreiminutenbeiträge eigentlich ablesen? – Der Redner hält das vor ihm liegende Blatt Papier hoch.) – Das ist der Antrag, Herr Dürbrook. Ich wollte mich davon überzeugen, dass wirklich hier drinsteht, was gefordert wird; denn der Husumer Hafen beispielsweise ist sehr wichtig für den Agrarbereich in unserem Land. Jede dritte Kuh in unserem Land wird mit Futtermitteln aus dem Husumer Hafen gefüttert. Das heißt, die Zukunft dieses Hafens ist maßgeblich auch für unsere Landwirtschaft. (Beifall CDU) Ich habe mir dann einmal den Änderungsantrag der SPD vorgenommen. (Zuruf Christopher Vogt [FDP]) – Ich glaube, wir sind trotzdem noch dafür. Beim Thema Hafenentwicklungskonzept werden ja fast schon einige Punkte vorgegeben. Da kann man sich die Frage stellen: Macht es so viel Sinn, ein Gutachten in Auftrag zu geben und jetzt schon wahnsinnig viel vorzugeben? – Aber zur Güte: Das ist okay, das kann man machen. Eine Sache allerdings ist wirklich problematisch, und sie macht es eigentlich unmöglich, diesem Antrag zuzustimmen, und zwar die angedeutete Reaktivierung der Schienenanbindung Husumer Hafen. Seit über 20 Jahren läuft dort ein Planfeststellungsverfahren zur Verlegung des Bahnübergangs. Wenn wir heute beschließen würden, wir wollen diese Schiene reaktivieren, sind 20 Jahre Planungszeit fürn Mors. (Christopher Vogt [FDP]: Warum denn das?) – Weil das gar nicht eingeplant ist. Das muss komplett neu gemacht werden, und dementsprechend werden ein gigantisches Tourismusprojekt in Husum am Dock und die gesamte Entwicklung gefährdet. Werte Kolleginnen und Kollegen, ich werbe ganz eindeutig für den vorliegenden Antrag von Schwarz-Grün. Ich erkenne an, das sollte etwas sein, was die Westküstenhäfen stärkt. Aber der Änderungsantrag der SPD muss abgelehnt werden. – Vielen Dank. (Beifall CDU und SSW)
