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Christopher Vogt

FDP 15.12.2022 Sitzungen 20/14

Lieber Kollege Vöge, die spannende Frage, die Sie sich wahrscheinlich auch stellen, ist, was die Chi- (Rasmus Vöge) nesen mit ihrem Staatskonzern auf längere Sicht bewirken wollen. Die zweite Frage, die sich in dem Zusammenhang stellt, ist die, wie es an der Stelle denn weitergeht. Werden die Chinesen mit ihrem Staatskonzern größere Anteile, Beteiligungen an weiteren Terminals oder Betreibergesellschaften – wie Sie zu Recht gesagt haben; das hat der Kollege Buchholz übrigens auch richtig dargestellt – verlangen? Darum geht es: Was lässt man zu, und wo stellt man das Stoppschild hin? Da würde es mich schon interessieren: Wo würden Sie denn anfangen, das Stoppschild hinzustellen, wenn Sie hier gar kein Problem sehen? – Ich rate allen einmal zu einem Blick auf die Hafenkarte des Hamburger Hafens. (Beifall Lukas Kilian [CDU]) Das Containerterminal Tollerort hat eine sehr schwierige nautische Anfahrt. Der Kunde COSCO wird seit über vier Jahrzehnten dort abgefertigt, und der Hafenkonzern HHLA hat Millionen in neue Kräne und Suprastruktur investiert, um die Containerschiffe der neuesten Generation mit 24.000 Standardcontainern Ladefähigkeit dort abzufertigen. Die Hansestadt Hamburg hat durch ihre Port Authority Millionen investiert, um die nautische Zufahrt zu erledigen. Der Einstieg von COSCO an diesem Terminal – sozusagen der Schifffahrtsallianz, weil COSCO nicht allein, sondern unter anderem auch mit der taiwanesischen Reederei Evergreen zusammen in einer Allianz fährt –, diese Investition hat abgesichert, dass COSCO dieses Terminal trotz der schwierigen nautischen Bedingungen auch in Zukunft anfährt. Das nächste ist: Es ist in nahezu allen Containerhäfen der Welt – außer in China – durchaus üblich – da kommen wir im weiteren Verlauf noch zu –, dass sich Reedereien an Terminals beteiligen. So hat zum Beispiel auch die Reederei Hapag-Lloyd einen Anteil am Containerterminal Altenwerder in Hamburg. Es gibt das auch in anderen Häfen. Insofern ist der Einstieg mit 24,9 Prozent eine verständliche Investition. Es ist das falsche Beispiel, das gewählt wird, um unsere Abhängigkeit von China deutlich zu machen und genau daran eine mögliche Abkehr von China festzumachen. (Beifall CDU)

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