Holger Hentschel
Vielen Dank. Der dritte Komplex: Die Veränderung der Konditionen im Programm „Familienwohnen“ richtet sich an bestimmte Einkommensschichten, während die Erhöhung der Grunderwerbsteuer unabhängig vom Einkommen das direkt verfügbare Eigenkapital bei der fehlenden Finanzierung drastisch reduzierte. Meine Frage: Liegen der Staatsregierung Erkenntnisse darüber vor, wie viele Familien aufgrund der gestiegenen Grunderwerbsteuer den für das Darlehen im Programm „Familienwohnen“ erforderlichen Eigenkapitalanteil nicht mehr aufbringen können und somit trotz theoretischer Förderfähigkeit vom Eigentumserwerb ausgeschlossen werden? Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung: Nein, das kann ich Ihnen nicht sagen, weil – das ist immer das Problem bei Förderrichtlinien – sich eine kluge Familie natürlich vorneweg überlegt, ob sie überhaupt einen Förderantrag stellt. Sie schauen sich die Förderkonditionen an. Wir können ja – in Anführungszeichen – nur zählen, wie viele einen Antrag stellen; wie viele es nicht tun, können wir nicht erfassen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Es wäre noch Zeit für eine kurze Frage und eine kurze Antwort; wir haben insgesamt noch 2 Minuten.
