Franziska Schubert
Vielen Dank. Ich habe eine Frage, Frau Staatsministerin, ebenfalls zur Landesausstellung. Das Jahr 2029 ist durchaus sensibel, wenn wir auf die Geschichte zurückblicken. Sie wissen, ich bin auch sorbenpolitische Sprecherin meiner Fraktion. Im Vorfeld gab es dazu zahlreiche Diskussionen, auch wenn ich zuletzt längere Zeit nichts mehr davon gehört habe. Historisch ist es nun einmal so, dass Heinrich I. 928/929 unter anderem die Burg in Meißen anlegen ließ. Von dort aus hat er die absolute Unterwerfung aller slawischer Völker vorangetrieben. Dies gipfelte 939 mit dem Gemetzel unter Markgraf Gero, bei dem die Milzener und die Lusizer 30 Fürsten auf einen Schlag verloren und damit die Unterwerfung vollständig war. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie sensibel sind diese Zeitdaten? Sind die Sorben inzwischen in die Darstellung ihrer Geschichte und ihres blutigen Verlustes eingebunden? Ich glaube, das ist ein kritischer Punkt. Deshalb möchte ich nachfragen, ob sich inzwischen etwas getan hat.
