Stefan Hartmann
Herr Minister, zum Abschluss ein Waldspaziergang. Wir beginnen mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst und der Personalentwicklung bzw. dem Personalabbau. Wie wird er in Übereinstimmung gebracht mit den standardisierten Aufgaben, mit den Mehraufgaben der letzten Jahre und vielleicht den Herausforderungen der Zukunft? Gab es dazu eine realistische Aufgabenkritik? Von wem und mit welchen Ergebnissen? Oder ist sie gegebenenfalls noch zu erwarten? Georg-Ludwig von Breitenbuch, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft: Der Sachsenforst ist genau wie die gesamte Staatsverwaltung in diesem Korridor, den der Finanzminister uns hat angedeihen lassen, sprich: 1 % bis zum Jahr 2040 jedes Jahr abzubauen. Damit sind wir in einem Korridor, der den Bevölkerungsrückgang im gesamten Lande abbildet. Ich halte das auch für richtig. Insofern hat der Sachsenforst diese Zeit in den Blick zu nehmen und zu schauen, welche Aufgabe er anders macht bzw. weglässt. Diesbezüglich sind sie intensiv dabei. Vom ersten Tag an habe ich erbeten, dass das so passiert. Es werden Vorschläge erarbeitet und Aufgabenkritik gemacht. Wir haben auch die großen Holzeinschläge, die laufen müssen, um das Holz aus dem Risiko zu bekommen, wenn der nächste Borkenkäfer fliegt. Die Preise sind sehr gut. Die Förstereien haben intensiv zu tun. Wir brauchen Waldarbeiter. Es ist wichtig, dass wir versuchen, in der Verwaltung insgesamt die Umständlichkeit zu verringern. Dabei ist vieles vorgegeben. Wir machen dort Monitoring, was wir in anderen Bereichen auch machen. Ich versuche dort, die Dinge zu bündeln, um Dinge einzusparen und um letztendlich gezielter zu arbeiten. Aber natürlich muss die Arbeit auf der Fläche passieren. Wir brauchen Ansprechpartner vor Ort, die in den Regionen für den Staatswald eine gute Rolle einnehmen, und eine Forstwirtschaft, die vernünftig funktioniert. Da sind Gesichter nötig, kompetente Gesichter, die in den Regionen akzeptiert sind. Insofern versuchen wir das dort sehr ehrgeizig, aber teilweise auch mit harten Entscheidungen umzusetzen. Das ist nicht einfach. Aber wir versuchen das mit diesen Schwerpunkten vor Ort zu priorisieren. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Eine weitere Frage an Saalmikrofon 1, Herr Kollege.
