Ulf Günter Lange
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Sehr geehrter Herr Staatsminister, mich würde zunächst interessieren, wie weit die Überprüfung und Anpassung der sächsischen Waldmehrungsplanung fortgeschritten ist. Georg-Ludwig von Breitenbuch, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft: Eine richtige Waldmehrungsplanung gibt es nicht. Wir haben uns als Ziel 30 % vorgenommen. Wir haben große Teile im Land, die Wald geworden sind, aus unterschiedlichen Gründen. Das wird gerade nachvollzogen. Wie viel Wald haben wir in Sachsen? Wir liegen dabei schon bei über 29 %. Trotzdem haben wir das Interesse, weiterhin Wald zu mehren. Ich weiß aus der Praxis, dass es schwierig ist, Wald auf Grünland zu mehren. Die bisherige Förderpraxis geht mehr in Richtung Ackerland. Im ländlichen Raum ist es schwierig, Landwirte, Eigentümer zu finden, die Ackerland aufforsten. Das heißt, ich versuche, die Möglichkeit zu schaffen, die es so bisher nicht gibt, auch Grünland einzubeziehen. Als Beispiel nenne ich eine Familie im Erzgebirge, wo der Opa seine Schafe jetzt nicht mehr auf die Äcker bringt, weil es zu mühsam ist, und die junge Generation will es auch nicht. Man kann dort die Möglichkeit schaffen, mit einer Förderung Wald aufzuforsten. Vielleicht geht das auch mit einer Ausgleichsmaßnahme, wenn irgendwo anders eine Straße gebaut und eine Ausgleichsmaßnahme gesucht wird, dort eine Waldmehrung zu finden. Insofern passiert das in dieser Kleinteiligkeit. Wir haben ja die Stiftung Wald für Sachsen, die das mit großem Erfahrungsschatz betreibt. Damit haben wir die Möglichkeit, diese Waldmehrung weiterhin umzusetzen, darüber hier regelmäßig zu berichten oder abzurechnen, an welchem Stand wir dort sind. Wie gesagt, es gibt eine gewisse Verwaltungsentwicklung. Wann ist es wirklich Wald? Wann steht Wald im Kataster? Wann ist es Wald auf dem Luftbild? Wann haben wir alle das Gefühl, dass es für uns als Bevölkerung Wald ist? Das sind unterschiedliche Definitionen und unterschiedliche Statistiken. Wir müssen schauen, dass wir dabei eine Eindeutigkeit erreichen. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Schönen Dank. Sie können eine zweite Frage stellen. Bitte schön, am Mikrofon 2.
