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Henning Homann

SPD 26.03.2026 Sitzungen 8/27

Sehr geehrter Herr Präsident! Sie hatten darum gebeten, diese Debatte in ordentliche Bahnen zu lenken; das möchte ich gern tun. Aber die Ausführungen von Herrn Peschel fordern wirklich noch einmal dazu heraus, zwei Dinge klarzustellen. Das Erste ist: Sie beschweren sich darüber, dass wir in den letzten Jahren – Christian Hartmann hat das klargestellt – zusätzliche Menschen in der öffentlichen Verwaltung eingestellt haben. Ich sage Ihnen, welche drei Berufsgruppen die größten sind: Lehrer, Polizisten, Erzieherinnen und Erzieher. Das sind die Menschen, die wir in den letzten zehn Jahren vor allem in diesem Land zusätzlich eingestellt haben. Und das ist richtig und gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall SPD und CDU) Das bedeutet übrigens nicht, dass wir in den nächsten Jahren nicht schauen müssen, wie wir über Digitalisierung, Verwaltungsmodernisierung und auch aufgrund von demografischer Entwicklung Personal wieder einsparen können. Aber doch nicht auf Kosten der Schülerinnen und Schüler, doch nicht auf Kosten der inneren Sicherheit! Deshalb werden wir es planvoll gestalten und nicht mit dem Rasenmäher oder – wie in Ihrem Fall – sogar mit der Kettensäge. (Beifall SPD und CDU) Das Zweite ist: Ich finde, die lapidare Bemerkung, Krisen habe es auf der Welt doch immer gegeben, ist an Ignoranz nicht zu übertreffen. Das, was wir gerade als Flächenbrand auf dieser Welt erleben, ist ein Krieg, an dem so viele Länder beteiligt sind wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Das hat natürlich Konsequenzen für unsere Sicherheitsarchitektur, aber auch für unsere Ökonomie und am Ende auch für die Spritpreise. Deshalb will ich noch einmal klarstellen, warum Sie das so bagatellisieren. Es sind Ihre internationalen Partner Donald Trump und Wladimir Putin – Alice Weidel sagte im Bundestag, dass sie stolz darauf ist, mit diesen Regimes in Kontakt zu stehen –, die diese Welt in Brand setzen und bis nach Deutschland hinein ökonomische Strukturen und Menschen belasten. (Zuruf Dr. Volker Dringenberg, AfD) Das muss man doch einmal klar aussprechen: Sie tragen Mitschuld an den negativen Entwicklungen, die derzeit in Deutschland passieren. (Beifall SPD und CDU) Deshalb werden Sie eine Sache nicht erleben, und deshalb widme ich Ihnen von den knapp 15 Minuten, die ich hier reden dürfte, genau nur diese zurückliegenden 3: Wir schauen nicht zuerst auf Sie. Wir schauen als Allererstes auf die Menschen in diesem Land, auf die Unternehmen, auf die Beschäftigten, auf die vielen Vereine, auf die vielen Menschen, die sich konstruktiv für dieses Land engagieren wollen. (Martin Braukmann, AfD: Schön wär‘s, Herr Homann!) Ihnen gehört unser Fokus, denn sie sind die Hoffnung. Vielen Dank. (Beifall SPD und CDU – Jörg Urban, AfD, steht am Mikrofon.)

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