Tom Unger
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mein PGF hat gesagt, ich soll es nicht grundsätzlich machen. Ich würde meine Rede auch zu Protokoll geben, aber ich kann es nicht, weil es nur Stichpunkte sind. Aber da das Thema Apotheken besonders wichtig ist, möchte ich doch ein bis zwei Punkte zu diesem Antrag sagen. Kollegin Schaper hat ausgeführt, dass es ein Jahr im Konsultationsverfahren gedauert hat. Ich habe letztens in der „Apotheken Umschau“ ein tolles Zitat gelesen, das die Rolle der Apotheken genau beschreibt: „Medikamente heilen, Apotheken kümmern sich.“ Das ist ein herausragendes Zitat, und die Vor-Ort-Apotheke ist in der Regel der erste Anlaufpunkt für Patientinnen und Patienten, noch vor dem niedergelassenen Hausarzt. Die Apotheken sind eine tragende Säule unseres Gesundheitswesens und ein essenzieller Faktor. Die Apotheken sind herausragend systemrelevant. Auch im Koalitionsvertrag des Bundes haben wir viele Punkte adressiert, unter anderem die Fixumserhöhung auf 9,50 Euro, die Aufhebung des Skonti-Verbots und die Abschaffung der Null-Retaxation. Ich habe in den letzten Wochen viele Gespräche mit unserer Bundestagsfraktion, aber auch mit der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geführt. Ich möchte ganz klar für meine Fraktion sagen: Die Fixumserhöhung, die im Koalitionsvertrag verankert ist, muss 2026 kommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall Sören Vogt, CDU) Das werde ich auch weiterhin sehr exponiert und deutlich gegenüber dem Bundesgesundheitsministerium, aber auch gegenüber den regierungstragenden Fraktionen im Bund einfordern und nicht locker lassen, dass jetzt zumindest im parlamentarischen Verfahren diese Fixumserhöhung auf 9,50 Euro kommt, die längst überfällig ist, da die letzte Fixumserhöhung 2013 erfolgte. Vor-Ort-Apotheken leisten also einen herausragenden Beitrag für die gesundheitliche Versorgung. Die umfassende Anhörung vom April 2025 liegt mittlerweile fast ein Jahr zurück. Wir haben uns auch noch einmal klar zum Fixum von 9,50 Euro committet, aber auch zur Digitalisierung von Apotheken, zu den 90 Pharmaziestudienplätzen, wobei wir prüfen, wie wir die Zahl dieser Studienplätze erhöhen können. Es bedarf aber noch weiterer Bausteine, um die Apothekenlandschaft zukunftsfest im ländlichen Raum aufzustellen. Ich kann mir hier auch eine Landapothekerquote vorstellen, wie wir sie bei uns im Regierungsprogramm auf Seite 38 gefordert haben, (Stöhnen SPD – Widerspruch Abg. Susanne Schaper, Die Linke) ähnlich der Landzahnarztquote. In Mecklenburg-Vorpommern wird diese Landapothekerquote gerade eingeführt. Thüringen hat sie ebenfalls im Koalitionsvertrag verankert. Wie gesagt, als CDU-Fraktion und als Sächsische Union stehen wir fest an der Seite der sächsischen Apotheken. Vielen herzlichen Dank. (Beifall CDU) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Es sprach für die CDU-Fraktion Herr Kollege Unger. Es folgt für die AfD-Fraktion Frau Kollegin Dietz. Bitte.
