Juliane Pfeil
Sehr gerne möchte ich darauf reagieren; denn auch das erweckt wieder den Eindruck, als hätten wir hier ein Land voller Windräder. Ich denke, die Anzahl an Anlagen, die allein in diesem Jahr entstanden sind, ist an einer Hand abzählbar. Wir sind ein Windenergieentwicklungsland. Wir sind nicht in der Situation, dass wir gerade ungezügelt Anlagen ans Netz geben, mitnichten. Warum auch? Weil sich die Bürger vor Ort sehr wohl genau entscheiden und darüber nachdenken, ob sie das möchten oder nicht. Sie sollen abwägen, ob sie beteiligt werden möchten, ob das für ihre Region das Richtige ist. Das ist okay und das ist richtig so. Es klingt ja so – noch einmal –, als hätten wir keine Regelungen. Wir haben die Regionalpläne, wir haben die Bauordnung, wir haben Bundesgesetze ohne Ende, die das reglementieren. Es ist also nichts unreglementiert. Wenn wir irgendwann einmal in der Situation sind, dass hier die Windräder sprießen – dahin werden wir so schnell nicht kommen –, dann können wir gern über stärkere Reglementierungen nachdenken. Aber an diesem Punkt sind wir heute bei Weitem nicht und werden es mit Sicherheit auch nicht in dieser Legislaturperiode und nicht in der Zeit, in der ich hier Abgeordnete bin, sein. (Beifall SPD) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war Frau Pfeil mit ihrer Reaktion auf die Kurzintervention. Wir setzen nun in der Rederunde mit der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fort, und ich sehe Herrn Kollegen Löser. Bitte schön, Herr Kollege, Sie haben das Wort.
