Franziska Schubert
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Bei einem Antrag über das Einstein-Teleskop liegt es nahe, an den Namen zu erinnern, der diesem Projekt seinen geistigen Rahmen gibt. Albert Einstein hat einmal Folgendes gesagt: Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu minister Panter! Mein Schlusswort besteht aus zwei kleinen Korrekturen, bei denen ich meine, sie anbringen zu müssen. Ich komme zur ersten kleinen Korrektur. Die im Antrag benannten Risiken für die Stromversorgung meinten primär nicht, dass es darum geht, dass der Strom in Deutschland für ein paar Sekunden oder Minuten ausfällt. Vielmehr war damit gemeint, dass wir als Land und Staat darauf angewiesen sind, um eine sichere Energieversorgung sicherstellen zu können, entweder Strom aus anderen Ländern zu importieren oder die Stromnetze anderer Länder nutzen zu müssen, um unseren überschüssigen Strom, den wir nicht verwenden und speichern können, loszuwerden. Das ist aus unserer Sicht ein Risiko für die Stromversorgung. Die zweite kleine Korrektur: Es geht um die Chronologie der Einstellung der Gaslieferungen aus Russland. Es begann mit den Sanktionen bzw. mit der angeordneten Treuhandschaft über Gazprom in Deutschland. Der Ausstieg Russlands erfolgte danach. Vielen Dank. (Beifall BSW) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Einen schönen Dank. Das Schlusswort für die einreichende Fraktion BSW sprach Herr Abg. Böhme. Wir können zur Abstimmung kommen. Wer dem vorliegenden Antrag seine Zustimmung geben möchte, den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Danke schön. Gegenstimmen? – Stimmenthaltungen? – Bei Stimmen dafür aber wesentlich mehr Stimmen dagegen wurde die Drucksache 8/5619 nicht beschlossen. Dieser Tagesordnungspunkt ist damit beendet. Meine Damen und Herren! Ich rufe auf ansiedeln: Chancen für Spitzenforschung, europäische Kooperation nutzen BÜNDNISGRÜNE 90/DIE GRÜNEN fragen. Genau darum geht es bei dem Einstein-Teleskop. Es geht um Neugier, das Streben nach Erkenntnis und wissenschaftliche Spitzenforschung. Es geht um Ehrgeiz, Beharrlichkeit, Zusammenarbeit und die Bereitschaft, große Fragen eben nicht zu scheuen. Das Einstein-Teleskop wird Gravitationswellen messen: Feinste Erschütterungen der Raumzeit, die Albert Einstein bereits im Jahr 1916 im Rahmen seiner allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben hat. Selbst Einstein war damals skeptisch, ob diese Phänomene jemals experimentell nachweisbar sein würden. Doch ein Jahrhundert später ist genau das gelungen – im Jahr 2015 erstmals direkt, wenige Jahre später erneut und mit stetig wachsender Präzision. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Einen Moment bitte. Ich bitte um etwas mehr Ruhe im Raum. Man kann kaum etwas verstehen. Danke schön.
