Jörg Dornau
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen Abgeordnete! Sehr geschätzte Landwirte! Vor genau zwei Jahren rollten Tausende Traktoren durch Dresden, blockierten Berlin und waren in jedem noch so kleinen Winkel sichtbar. Landwirte, Handwerker, Spediteure und zahllose andere Mittelständler standen Schulter an Schulter auf der Straße. Sie taten das nicht aus Lust an Randalen oder Krawall, sondern aus purer Existenzangst. Wenn man den Reden der CDU lauscht, könnte man meinen, alles ist auf einem guten Weg. Wir haben zugehört, wir haben verstanden, man habe sich gekümmert. Ja, das BSW stellt in seinem vorliegenden Antrag völlig richtig fest: I weiten Teilen der Landwirtschaft lassen sich derzeit keine kostendeckenden Erzeugerpreise erzielen. Zwei Jahre nach den historischen Protesten stehen unsere Bauern hier in Sachsen schlechter da als je zuvor. Und wer trägt dafür die politische Verantwortung? (Peter Wilhelm Patt, CDU: Sie mit Ihren Investitionen in Belarus!) Es ist nicht das Wetter, es ist nicht allein der Weltmarkt, sondern Sie, meine Damen und Herren von der CDU. Sie stellen hier in Sachsen, im Bund und auf der EU-Ebene die Regierung. Sie sind die Architekten dieser Misere. (Peter Wilhelm Patt, CDU, steht am Mikrofon.) Schauen wir uns das Fundament der Landwirtschaft einmal an: den Bodenmarkt. Ohne Boden keine Landwirtschaft, so einfach ist das. Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Herr Abgeordneter, würden Sie eine Zwischenfrage am Mikrofon 6 zulassen?
