landtag.sachsen.de ↗

Ulf Günter Lange

BSW 05.02.2026 Sitzungen 8/25

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Damen und Herren! Vor zwei Jahren erlebte Sachsen eine Situation, die man so lange nicht gesehen hatte: Traktorenkolonnen auf der Autobahn, Trecker vor Parlamenten, Landwirte auf der Straße. Das war kein FolkloreEvent und auch kein nostalgischer Bauernaufstand. Das war ein Hilferuf! Mehr noch: Es war ein lautes, deutliches Alarmsignal, dass sich ein ganzer Berufsstand nicht wahrgenommen und nicht gehört fühlt. Natürlich ging und geht es immer auch um Wertschätzung. Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, wie wenig Wertschätzung die sächsischen Landwirte genießen, sieht man sich am besten die MDR-Sendung „Fakt ist!“ von letzter Woche in der Mediathek an. Als ein junger Landwirt aus Dresden seine Sorgen bezüglich des Mercosur-Abkommens vorbrachte, wurde er von Ministerpräsident Kretschmer derartig abgefertigt, dass es mir vor dem Fernseher regelrecht peinlich war. Kein Eingehen auf die Frage, kein Eingehen auf die Bedenken, nur die Aussage, er wäre nicht sicher, ob das Anliegen sinnvoll ist. Danke, Herr Ministerpräsident, das war eindrucksvoll. Das war so eindrucksvoll, dass man dadurch den dringenden Handlungsbedarf und wie wichtig unser Antrag ist erkennt. (Beifall BSW) Das sind nur zwei Punkte gewesen, aber Sie können sich sicher sein, dass wir uns auch die Dinge anschauen, bei denen wir besser werden können, damit das in Zukunft nicht mehr der Fall ist. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank, Herr Staatsminister. Sie sind befreit. Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: Ach, ich dachte, entlassen. (Heiterkeit –

Alle Reden von Ulf Günter Lange Protokoll ↗