Andreas Heinz
Selbstverständlich ist mir bekannt, dass es durch Unvorsichtigkeiten von Nachbarn zu Schadstoffeinträgen kommen kann. Dass das diese Folgen nach sich zieht, weiß ich. Meine Botschaft war eine andere: Wenn der Ökolandwirt erklärt, dass er sich an das Verfahren gehalten hat, dann geht man davon aus, dass das in Ordnung ist. Dass irgendwo etwas schiefgeht und Fälle auftreten, das habe ich nicht bestritten. Aber aus gutem Grund wurde darauf verzichtet, flächendeckend zu messen. Man ist mit der Erklärung zufrieden, dass sich der Landwirt an das Verfahren gehalten hat. Jetzt muss ich überlegen, wo ich vor Ihrer Frage mit meiner Rede war. – Ich hatte Sie aufgefordert, in den nachfolgenden Diskussionsbeiträgen zu sagen, wie das kontrolliert werden könnte, weil das meiner Meinung nach nicht möglich ist. Ansonsten ist gegen mehr Information der Verbraucher nichts einzuwenden. Dafür muss man sinnvolle Regeln finden. Dem wollen wir nicht im Wege stehen. Zur Patentierung hatte ich auch etwas gesagt. Technologische Verfahren sollte man schützen, die landwirtschaftlichen Urprodukte nicht. Selbstverständlich kann man sich über fünf oder sieben Saatgutkonzerne aufregen. Komischerweise regen wir uns aber nicht über Google oder andere Internetkonzerne auf, an denen die ganze Zivilisation hängt. Das wird stillschweigend akzeptiert, weil jeder einen direkten Nutzen davon hat. Aber im Bereich Landwirtschaft kann man gut philosophieren und hat viele Gelegenheiten, sich zu präsentieren. Wir wünschen unseren Landwirten, unseren Züchtern diese neuen Werkzeuge und hoffen, dass deren Nutzung gut und sauber geregelt wird. Danke schön. (Beifall CDU und Staatsregierung) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war Kollege Heinz von der CDU-Fraktion in der zweiten Rederunde. Als Nächstes hat die AfD-Fraktion Gelegenheit zu sprechen. Ich sehe erneut Herrn Kollegen Dornau zum Mikrofon treten. Bitte schön.
