Andreas Heinz
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein Teil meines Redebeitrags wird Wiederholung sein, weil diese bekanntlich den Lernerfolg festigt. Das Niveau, auf dem wir uns in dieser Debatte bewegen, ist mit dem zu einer anderen Frage vergleichbar. Ist mit elektromagnetischen Strahlen in der Mikrowelle erhitztes Essen für die menschliche Ernährung schädlicher als auf der normalen Herdplatte gekochtes Essen? Darüber kann man trefflich streiten. Keiner weiß etwas Genaues. So ist es auch mit der Gentechnik. Mein Wissensstand ist: Es ist nicht nachweisbar, ob eine neue Pflanzenart durch eine zufällige Mutation oder durch CRISPR/Cas mit dem Cis-Verfahren entstanden ist. Es ist nicht nachweisbar, also kann man es auch nicht kontrollieren. Die nachfolgenden Redner können mir gern erklären, wie sie das machen wollen. Mein Wissensstand ist, dass es nicht kontrollierbar ist. Wir sollten uns nur Regeln geben, die man gut nachvollziehen kann. Zum Ökolandbau. Auch da wird nicht gemessen, ob beim Ökolandbau der eine oder andere Schadstoff vom Nachbarn im Boden ist. Der Ökolandwirt erklärt, dass er ein bestimmtes Verfahren einhält, gewisse Dinge nicht macht, keine synthetischen Pflanzenschutzmittel benutzt usw. Wenn er dieses Verfahren einhält, dann ist das Produkt ökologisch anerkannt, unabhängig davon, ob zufällig etwas vom Nachbarn in den Boden gekommen ist. Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Herr Kollege, gestatten Sie eine Zwischenfrage von Kollegen Günther?
